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Nach Abschiebestopp:10.000 Afghanen warten in Deutschland auf Asylentscheid

13. Aug 2021 · Lesedauer 1 min

Deutschland hat die Abschiebung nach Afghanistan ausgesetzt. Von dieser Entscheidung sind auch rund 10.000 Afghanen betroffen, deren Asylverfahren eingefroren wurden.

Deutschland hat diese Woche einen Abschiebestopp für abgelehnte afghanische Asylwerber veranlasst. Einen Tag später setzte das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch alle Entscheidungen über Asylanträge von Afghanen vorerst aus. Das berichtete der "Spiegel" mit Verweis auf das Bundesinnenministerium. Die Behörde will laut dem Bericht erst den Lagebericht des Auswärtigen Amtes abwarten, bevor sie eine Entscheidung trifft.

In diesem Jahr haben laut dem "Spiegel" rund 10.000 Afghanen einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Sie müssen nun unbestimmte Zeit warten bis ihre Asylverfahren fortgesetzt werden. Es wird damit gerechnet, dass die derzeitige sogenannte Schutzquote von 40 Prozent steigt.

Taliban kontrollieren zwei Drittel des Landes

Die Sicherheitslage in dem Land hat sich in den letzten Wochen verschärft. Mit der Eroberung von Kandahar, Lashkar Gah und Firuzkoh am Donnerstag und Freitag haben die radikalislamischen Taliban nun fünfzehn Provinzhauptstädte in Afghanistan innerhalb einer Woche eingenommen. 

Quelle: Redaktion / apb