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Hofburg in Rot als Zeichen gegen Christenverfolgung

18. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und bedrohter Christen aufmerksam zu machen, erstrahlen in Österreich am Mittwoch zahlreiche Gebäude, darunter auch das Parlamentsausweichquartier in der Wiener Hofburg, blutrot, wie Kathpress meldet. Die Aktion "Red Wednesday" (Roter Mittwoch) wird von der internationalen Hilfsorganisation "Kirche in Not" organisiert. Weltweit beteiligen sich tausende Kathedralen, Kirchen und öffentliche Gebäude an der Aktion.

Die Beleuchtung der Hofburg zu diesem Anlass, die heuer erstmals stattfindet, sei ein Beitrag "zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen Christenverfolgung", meinte dazu Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) laut einer Aussendung des ÖVP-Parlamentsklubs dazu. "Millionen von Christen sind weltweit von Bedrohung, Diskriminierung und Verfolgung betroffen. Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden."

Initiiert wurde die Beteiligung des Parlaments demnach von der ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler, die sich über das starke Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen freute: "Insgesamt sind in Österreich mehr als 50 Kirchen und Gebäude am 'Red Wednesday' beteiligt. Und das ist gut so. Denn trotz der dramatischen Situation in vielen Ländern sehen die europäischen Eliten weitgehend weg."

Ein ursprünglich für den heutigen Mittwoch geplanter Gottesdienst im Wiener Stephansdom für verfolgte Christen mit Kardinal Christoph Schönborn musste aufgrund der neuen Gottesdienst-Rahmenordnung der Bischofskonferenz wegen des Corona-Lockdowns abgesagt werden, teilte "Kirche in Not" Österreich auf ihrer Homepage mit. Ein Gottesdienst in diesem Anliegen wird vom Wiener Erzbischof jedoch um 12.00 Uhr im kleinen Kreis gefeiert und von Radio Klassik Stephansdom live übertragen, hieß es.

Mit dem "Red Wednesday" möchte das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" auf das Schicksal von Millionen verfolgter, unterdrückter und bedrohter Christen weltweit aufmerksam machen. So sind mehr als 260 Millionen Christen weltweit aktuell von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens betroffen. In 60 Staaten werden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in 14 davon kommt es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit. Allein im Jahr 2019 wurden 4.136 Christen weltweit aufgrund ihres Glaubens getötet.

Den "Red Wednesday" gibt es seit 2015. Zahlreiche Länder auf vier Kontinenten - von Brasilien über Kanada bis Australien - werden sich laut Aussendung heuer anschließen und viele ihrer Kirchen oder Bauwerke in rotem Glanz zum Leuchten bringen. Auch die Christusstatue über Rio de Janeiro oder die Burg in der slowakischen Hauptstadt Bratislava werden rot beleuchtet.

Quelle: Agenturen