APA - Austria Presse Agentur

Mückstein zum Streit mit Kurz: "Da hat es einmal ordentlich gerumpelt"

01. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Als Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Corona-Lockerungen zuerst ankündigte, kam das bei Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) nicht gut an. "Da hat es ganz schön gerumpelt", offenbarte Mückstein nun in Café Puls.

Zur Erinnerung: Am Rande eines EU-Gipfel, direkt nachdem die Mai-Lockerungen in Österreich verkündet worden waren, kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz schon die nächsten Öffnung für den 17. Juni an. Das war mit dem Koalitionsparter wohl so aber nicht abgesprochen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein fühlte sich übergangen und reagierte zunächst auf Twitter heftig. 

Er sprach von "Luftschlössern" und davon, dass die alleinigen Ankündigungen des Kanzlers "entbehrlich" seinen. "Dieses einseitige Abgehen vom gemeinsamen Prozess kann nicht in unserem Interesse sein", hieß es in dem Tweet weiter. Die ÖVP schickte die Landeshauptleute, die Tourismusministerin und den Klubchef, um Kurz zu verteidigen. Zumindest ein Wochenende war die Stimmung zwischen den Koalitionspartnern eisig. Bis dann nur wenige Tage später auch Mückstein Lockerungen ankündigte - und zwar schon für den 10. Juni. 

Aus "Mücke" wird ein Polit-Elefant

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein zieht bei Café Puls Moderator Andi Schmid ein Fazit nach einem Monat im Amt.

Der Gesundheitsminister äußerte sich am Dienstag in Café Puls erstmals zu den Streitereien: "Wir haben einen gemeinsamen Prozess vereinbart. Da ist ein bisschen davon abgegangen worden, ich hab das kritisiert. Da hat es einmal ordentlich gerumpelt. Das ist ausgesprochen, das ist vorbei", sagte er am Dienstag gegenüber Café Puls. 

Zukunft sieht "ganz gut aus"

Allerdings revidierte der Minister dann auch wieder: "Naja, da hat es schon ärger gerumpelt in meinem Leben". Er betonte die gute Zusammenarbeit mit Kanzler Kurz - vor allem, wenn es um Corona gehe. "Da ziehen wir alle an einem Strang", so Mückstein. Jetzt gehe es darum, in die Zukunft zu schauen und die sehe "eigentlich ganz gut aus".

Gegenüber der Zeitung "Heute" nahm kürzlich auch Bundeskanzler Kurz zu dem Eklat Stellung: "Ich bleibe meinem Stil treu und werde kein schlechtes Wort über Regierungsmitglieder verlieren", sagte er da. Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen seien in der Politik "legitim". 

Und tatsächlich schienen die Wogen zwischen Kanzler und Minister bei der Pressekonferenz am vergangenen Freitag wieder geglättet zu sein - schließlich konnten dabei beide weitgehende Öffnungen verkünden. 

Mehr dazu: 

Quelle: Redaktion / koa