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Corona-Impfdurchbrüche laut US-Studie selten

14. Jan. 2022 · Lesedauer 3 min

Eine US-Studie bestätigt: Die Corona-Impfung hilft gegen einen schweren Krankheitsverlauf. Kommt es dennoch zu einem Durchbruch, dann meist nur bei Risikopersonen, so die Ergebnisse der Forscher.

Die Covid-19-Impfung schützt mehrfach - zu einem hohen Anteil gegen Infektionen mit SARS-CoV-2, offenbar extrem gut gegen schwere Krankheitsverläufe. US-Daten von 1,2 Millionen Erwachsenen nach zwei Teilimpfungen im Zeitraum Dezember 2020 bis Oktober 2021 belegen jetzt: Nur 0,2 Prozent erkrankten nach der Impfung überhaupt. Die allermeisten Betroffenen mit dann schwerem Verlauf wiesen zumindest einen von acht Risikofaktoren auf.

Dritte Impfung noch nicht berücksichtigt

Die Auswertung findet sich im epidemiologischen Wochenbericht (MMWR) der staatlichen Centers for Disease Control and Prevention (CDC/7. Jänner). Analysiert wurden Covid-19-Erkrankungen bei 1,2 Millionen Personen, die zwischen Dezember 2020 und Oktober 2021 zweimal mit einer mRNA-Vakzine oder einmal mit dem Johnson & Johnson (Janssen)-Vektor-Impfstoff immunisiert worden waren. Die Personengruppe bestand aus Menschen über 18 Jahre mit Kontakt zu 465 US-Primärversorgungseinrichtungen.

Die Ergebnisse sind zunächst einmal ein weiteres überragendes Argument für die Covid-19-Impfung, auch wenn dabei noch nicht eine dritte Teilimpfung berücksichtigt werden konnte: Von den 1,2 Millionen Geimpften erkrankten 2.246 (0,18 Prozent) trotzdem an Covid-19. 189 Patienten wiesen einen schweren Krankheitsverlauf mit akutem Atemversagen nicht-invasiver Beatmung oder Aufnahme in eine Intensivstation auf. Das waren nur 0,015 Prozent aller Geimpften.

36 Patienten starben, somit 1,6 Prozent der Covid-19-Patienten nach Impfung (0,0033 Prozent an den insgesamt 1,2 Millionen Immunisierten). 5,7 Prozent der Erkrankten hatten ein akutes Atemversagen oder benötigten eine nicht-invasive Beatmung (ohne Intensivstation) und überlebten. 1,1 Prozent der Erkrankten mussten auf eine Intensivstation und überlebten.

PULS 24 hat bereits im Dezember mit Lukas Weseslindtner, Virologe an der MedUni Wien über den Impfschutz gesprochen.

Ergebnisse vergleichbar mit EU-Studie

Während weltweit noch immer nach aussagekräftigen Labormarkern gesucht wird, um den Verlauf von Covid-19 vorherzusagen, bestätigt die Untersuchung der US-Behörde, diese ist vergleichbar mit der EU-Agentur für Krankheitskontrolle ECDC, dass diese Gefährdung auch bei den Geimpften zum allergrößten Teil besondere Risikogruppen trifft. Es geht um acht Faktoren, die zu einer erhöhten Gefahr beitragen.

Über 65-Jährige wiesen das 3,2-fache Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf trotz Impfung auf. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. bestimmte Chemotherapien bei Krebs) hatten das 1,9-fache Risiko. Chronische Lungen- oder Lebererkrankungen bedeuteten eine erhöhte Gefährdung um das 1,7-Fache. Auch chronische Nierenleiden (Faktor 1,6), neurologische Erkrankungen und Diabetes (jeweils Faktor 1,5) und Herzleiden (Faktor 1,4) bedeuteten eine erhöhte Gefahr.

"Alle Personen mit einem schweren Krankheitsverlauf hatten zumindest einen dieser Risikofaktoren. 78 Prozent der Patienten, die starben, hatten vier dieser Risiken", schrieben die Autoren des Berichts der CDC. Die Ergebnisse sprechen laut den Autoren natürlich auch für eine dritte Teilimpfung gerade bei Menschen, welche zu diesen Gruppen gehören.

Quelle: Agenturen / pea