Mietervereinigung: "Eine Mietrechtsreform ist längst überfällig"

17. Jan. 2023 · Lesedauer 1 min

Neben den Kategoriemieten steigen im April auch die Richtwertmieten stark an. Andreas Pöschko, Jurist bei der Mietervereinigung, erklärt bei PULS 24, was dagegen getan werden kann.

Die Richtwertmieten für Altbauten steigen das zweite Jahr in Folge, ab 1. April müssen 8,6 Prozent mehr bezahlt werden. Für eine 80-m²-Wohnung in Wien seien das 660 Euro mehr im Jahr, erklärt Andreas Pöschko, Jurist bei der Mietervereinigung, im PULS 24 Gespräch.

Die Mietervereinigung fordert darum einen Mietpreisdeckel von zwei Prozent und ein Aussetzen der Richtwerterhöhung.

"Man spürt, dass wegen der Mietzinserhöhung sehr oft unsere Beratungstermine in Anspruch genommen werden", erklärt Pöschko. Das Problem sei, dass der Mietzins an den Verbraucherpreisindex koppelt sei und gesetzlich mit der Inflation steigen dürfe. 

Mietrechtsreform überfällig

"Eine Mietrechtsreform ist längst überfällig", betont der Jurist. In den vergangenen Jahrzehnten sei nur an "kleinen Drehscheiben" geschraubt worden. 

Ein Mietpreisdeckel von zwei Prozent, den es in anderen europäischen Ländern bereits gibt, könnte bis dahin für eine Entlastung sorgen.

Quelle: Redaktion / mbe