APA - Austria Presse Agentur

Mehrere Tote und Verletzte nach Anschlägen im Norden Syriens

24. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Bei zwei Explosionen im Norden Syriens sind am Dienstag mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Bei einem Anschlag im Ort Al-Bab östlich von Aleppo wurden nach Angaben der oppositionsnahen "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" fünf Menschen getötet und 19 verletzt. In Afrin nordwestlich von Aleppo seien bei einem Anschlag in der Nähe einer Bäckerei drei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden, hieß es.

Die mit der Türkei verbündeten Rebellen, die beide Orte kontrollieren, bestätigten die Explosionen. Zuvor hatten mit der Türkei verbündete Kämpfer versucht, Stellungen kurdischer Kämpfer von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in Ain Issa einzunehmen. 21 der mit Ankara verbündeten Kämpfer seien bei einem Hinterhalt der Kurden getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle, die ihren Sitz in London hat, mit. Ein Sprecher der Rebellen der sogenannten Syrischen Nationalen Armee (SNA) berichtete, die SDF hätten in Ain Issa mit Panzerfäusten angegriffen.

Die Türkei war im Oktober 2019 mit verbündeten syrischen Milizen im Norden des Bürgerkriegslands einmarschiert. Sie ging dabei gegen die von den SDF angeführten Kurdenmilizen vor und hält seitdem Grenzgebiete besetzt. Ankara sieht in der Miliz einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie als Terrororganisation.

Quelle: Agenturen