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Mehrere Coronafälle in serbischer Regierungspartei

27. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Mehrere Spitzenfunktionäre der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut Medienberichten wurde die Parlamentspräsidentin Maja Gokovic ins Krankenhaus eingeliefert. Sie habe eine Lungenentzündung, sei aber wohlauf, berichtete die staatliche Presseagentur Tanjug am Samstag.

Mehrere Spitzenfunktionäre der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut Medienberichten wurde die Parlamentspräsidentin Maja Gokovic ins Krankenhaus eingeliefert. Sie habe eine Lungenentzündung, sei aber wohlauf, berichtete die staatliche Presseagentur Tanjug am Samstag.

Mit dem Coronavirus infiziert haben sich auch Verteidigungsminister Aleksandar Vulin, der sich in Selbstisolierung befindet, Wirtschaftskammer-Präsident Marko Cadez, der eigenen Angaben zufolge seit Donnerstag im Homeoffice tätig ist, sowie Leiter des Regierungsbüros für den Kosovo, Marko Djuric. Die SNS hatte am vergangenen Sonntag eine große Feier in ihrem Belgrader Parteisitz abgehalten, nachdem sie die Parlamentswahl gewonnen hatte.

Laut jüngsten Angaben der Wahlkommission nach der Auszählung von 97 Prozent der Stimmzettel wird die SNS künftig 189 der 250 Parlamentsmandate besetzen, gefolgt von der Sozialistischen Partei mit 32 Mandaten und der Partei SPAS mit 12 Sitzen. Die restlichen Sitze teilen sich vier Parteien der Volksgruppen - Ungarn, Muslime und Albaner. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 48 Prozent, ließ sich auf Basis der von der Wahlkommission veröffentlichten Angaben errechnen.

Bis Samstag sind in Serbien insgesamt 13.792 Corona-Infektionen und 267 Tote gemeldet worden. Einem Medienbericht zufolge gibt es aber nicht nur eine hohe Dunkelziffer, sondern auch Hinweise auf eine Vertuschung von Coronazahlen. So meldete das Portal Balkaninsight unter Berufung auf bisher nicht veröffentlichte Regierungsdaten, dass zwischen 19. März und 1. Juni 632 Menschen am Coronavirus gestorben sind, während es offiziell nur 244 Tote waren.

Quelle: Agenturen