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Lehrpläne noch nicht einmal in Kraft: Polaschek kündigt bereits Reform an

24. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Seit 2018 wurden neue Lehrpläne für Volks-, Mittelschule sowie AHS-Unterstufe entwickelt, die ab 2023/24 gültig sein sollen. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) hat laut einem Bericht jedoch bereits eine Reform der Reform angekündigt.

Noch werden in die neuen Lehrpläne Stellungnahmen eingearbeitet, dann sollen sie per Verordnung erlassen werden.  Mit ihrer Erstellung wurde noch unter dem früheren Ressortchef Heinz Faßmann (ÖVP) begonnen.

Polaschek will die Lehrpläne in Kraft setzen, damit die Schulen nicht mit bereits veralteten Vorgänger-Lehrplänen arbeiten müssten, schreibt die "Kleine Zeitung". Parallel sollen Expertinnen und Experten aber schon mit der Arbeit an einer neuerlichen Neufassung der Lehrpläne beginnen.

"Brauchen eine grundlegende Idee"

Es gehe um einen neuen Ansatz, so der Minister: "Wir brauchen eine grundlegende Idee, wie Unterricht in der Zukunft aussehen muss." Es gebe ständig neue Herausforderungen an den Unterricht, die sich rasch wandeln, wird Polaschek zitiert. "Das muss sich auch in der Gestaltung der Lehrpläne spiegeln. Wir brauchen eine neue Art von Lehrplänen, die flexibler und deutlich schlanker sind und den Lehrkräften mehr Autonomie einräumen."

Für die NEOS kommt Polascheks Zweifel an den neuen Lehrplänen sehr spät. "Jetzt muss der Bildungsminister endlich eine offene Diskussion anstoßen, wie Schule von morgen aussehen soll", forderte Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. "Es geht um die Frage, was Schule für unsere Kinder sein soll und wie sie den permanenten Wandel unserer Welt aufnehmen kann, ohne dass das zu Überforderung und Überfrachtung führt."

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam