APA - Austria Presse Agentur

Söder: Lockerungen in Österreich sind ein Fehler

05. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Für Markus Söder, bayrischer Ministerpräsident, kommt die Lockdown-Lockerung in Österreich zu früh.

Überall, wo die Maßnahmen zu früh wieder gelockert wurden, habe man kurz danach erneut einen Anstieg der Neuinfektionen gesehen, erklärte Markus Söder in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" und nannte als Beispiele Portugal und Österreich. Österreich mache nun erneut den Fehler und lockere trotz einer hohen Inzidenz. "Die Kombination aus einer Mutation und einer überstürzten Lockerung ist der schlechteste Weg", ergänzte Söder. Dies führe wieder zu dem gleichen Stand, wo man vorher war.

"Lieber ein Schritt langsamer, als es am Ende wieder zu verstolpern", sagt Söder damit in Deutschland kein dritter Lockdown notwendig werde. Österreich, das bereits im dritten Lockdown ist, wird am Montag Teile des gesellschaftlichen Lebens wieder erlauben. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) warnte bereits bei der Lockerungs-Pressekonferenz vor einem erneuten Verschärfen der Maßnahmen. Zahlreiche Experten erwarten ebenfalls einen weiteren Lockdown.

Unter anderem sagte Virologe Norbert Nowotny am Freitag gegenüber PULS 24, dass er – sollten die Österreicher und Österreicherinnen nicht weiterhin aufpassen – eine erneute Verschärfung bis hin zu Lockdown 4 in etwa drei Wochen erwarte.

 

Virologe zu Lockdown-Öffnung: "Länger als drei Wochen wird's nicht sein"

Virologe Norbert Nowotny von der VetMedUni Wien spricht darüber, wie lange die Lockdown-Lockerungen anhalten können.

Ob dieser von der Bevölkerung dann weiterhin mitgetragen wird bezweifelt Söder: "Die Akzeptanz der Bevölkerung wird dann bei einem neuen Lockdown nicht mehr da sein."

Quelle: Redaktion / moe