APA - Austria Presse Agentur

Ludwig wird selbst strengere Maßnahmen setzen, wenn nötig

25. März 2021 · Lesedauer 2 min

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig will die Corona-Situation in den kommenden Tagen genau beobachten und falls notwendig bei den Maßnahmen nachschärfen.

Am Donnerstag bezog der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) im "Ö1-Morgenjournal" Stellung zu der am Mittwoch beschlossenen "Oster-Ruhe" für Wien, dem Burgenland und Niederösterreich.

Er erklärte, dass die "Oster-Ruhe" erst deshalb in einer Woche in Kraft treten wird, weil für die geplanten Maßnahmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten. Ludwig betonte, dass man die Situation auf den Intensivstationen sehr ernst nehme. Er verwies auch auf Maßnahmen, die bereits jetzt gesetzt worden seien. So sei das Contact Tracing ausgebaut worden, auch gebe es mehr Testmöglichkeiten und die FFP2-Maskenpflicht sei ausgeweitet worden. Man hoffe, dass diese "sehr stark wirken" werden.

Öffnungen vorerst kein Thema

Das Infektionsgeschehen müsse täglich beobachtet werden. Man befinde sich in einer Aufwärtsbewegung, die man durch die gesetzten Maßnahmen stoppen will. Vorerst vom Tisch sind Öffnungsschritte: "Wir haben Abstand genommen, von allen Hoffnungen auch Öffnungen in unmittelbarer Zeit vornehmen zu können", sagte der Bürgermeister.

Ob er bei den Verhandlungen auf härtere Maßnahmen gedrängt habe, wollte Ludwig nicht beantworten. Vielmehr hob er hervor, dass alle Verhandlungsteilnehmer aufeinander zugekommen seien. Es handle sich um ein gutes gemeinsames Paket. Sollte es aber notwendig werden, werde er eingreifen, kündigte der SPÖ-Politiker an: "Ich werde die nächsten Tage genau beobachten und wenn es notwendig ist, schärfere Maßnahmen nicht nur fordern, sondern überall wo ich kann auch durchsetzen."

Verschärfungen auch im Westen möglich

Die britische Corona-Variante wird sich laut Ludwig auch im Westen des Landes verbreiten. Wenn dieser Fall eintrete, werden auch andere Bundesländer die Maßnahmen mittragen müssen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober prüfe derzeit, ob Reiseeinschränkungen zwischen Ost und West innerhalb des Landes rechtlich möglich sind.

Quelle: Redaktion / apb