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Lehrer-Mangel: Erleichterungen für Quereinsteiger

29. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Die Regeln für den Quereinstieg in den Lehrerberuf sollen erleichtert werden. Das ist das Ziel einer Dienstrechtsnovelle, die am Mittwoch den Ministerrat passiert hat.

Die neuen Beschlüsse des Ministerrats vom Mittwoch sollen den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver machen. erklärte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Lehrer werden dringend gesucht, eine Pensionierungswelle verschärft die Situation noch. Gleichzeitig wurde die Bezahlung der Lehrenden in der Sommerschule geklärt. Ausbezahlt wird mehr als bisher, dazu gibt es eine Freizeit-Option.

Quereinstieg mit drei Jahren Praxis

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sprach von einem Meilenstein, den Quereinstieg zu erleichtern. Der war zwar bisher schon möglich, nun soll es aber einfacher werden, etwa indem die Eingangsvoraussetzungen präzisiert werden. War bisher etwa zwar ein Mathematik-Studium geeignet für einen Umstieg, war das bei anderen technischen Studien mit hohem Mathematik-Anteil nicht entsprechend der Fall. Die Berufspraxis wird auf drei Jahre vereinheitlicht.

Was die Sommerschule angeht, sollen Lehramtsstudenten künftig eine finanzielle Abgeltung von 30 Euro pro Stunde erhalten. Weiter werden Praxis-Punkte für das Studium angerechnet. Lehrer können wählen, ob sie 50 Euro pro Stunde oder Abschlagsstunden im folgenden Schuljahr in Anspruch nehmen. Die Schulleitungen erhalten gestaffelt eine Abgeltung. Diese Regeln gelten schon im heurigen Jahr. Die Sommerschule findet immer in den letzten beiden Ferienwochen statt.

Sommerschule statt Nachhilfe

Fast 40.000 Schüler sollen dabei an rund 1.000 Standorten unterrichtet werden, erklärte Polaschek. Personal sei ausreichend vorhanden. Ziel ist es dabei, Lernrückstände aufzuholen. Für ukrainische Schüler wird vertiefender Förderunterricht mit Schwerpunkt Sprachförderung angeboten. Kogler hob insgesamt hervor, dass von der Sommerschule vor allem jene profitierten, deren Eltern weniger Geld hätten und sich dadurch keine Nachhilfe leisten könnten.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam