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Sachslehner wirft FPÖ "Fake News" vor, die Fakten widersprechen ihr

10. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Nachdem am Mittwoch zunächst FPÖ-Mediensprecher Hafenecker besonders die "Kronen Zeitung" und die ÖVP attackierte, konterte ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner wenig später per Aussendung. Ihr "Fake News"-Vorwurf gegen die FPÖ erwies sich aber selbst als Faktenverdrehung.

Die FPÖ ging am Mittwoch weiter in die Offensive. Diesmal in Person von Mediensprecher Christian Hafenecker, der in einer Pressekonferenz scharfe Kritik an der "Krone"-Berichterstattung über Ex-FPÖler Hans-Jörg Jenewein geübt hat. Er mutmaßte dabei auch öffentlich über Verbindungen zur ÖVP und angebliche Bestrebungen, einen Keil in die FPÖ zu treiben. Hafenecker bezog sich dabei unter anderem auf eine Rede von ÖVP-Klubchef August Wöginger im Nationalrat.

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Auf diese Vorwürfe antwortete ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner am Mittwoch per Presseaussendung. "Die FPÖ verbreitet nachweislich einmal mehr Fake News. Die Behauptung des blauen Abgeordneten Christian Hafenecker, ÖVP-Klubobmann Wöginger habe gesagt, er wolle einen Keil in die FPÖ treiben, ist völlig faktenwidrig", heißt es da. In Wahrheit habe Wöginger in einer Parlamentsrede darauf hingewiesen, dass FPÖ-Chef Herbert Kickl - mit seiner radikalen Ablehnung aller Corona-Maßnahmen - "einen Keil in seine eigene Partei" treibe. 

Allerdings war es Sachslehners Darstellung, die nicht den Fakten entsprach. Journalist Benedikt Faast postete einen Ausschnitt der Wöginger-Rede auf Twitter. Darin sagt der türkise Klubchef in Bezug auf die Corona-Politik an Kickl gerichtet: "Das ist ja das Ziel der FPÖ: die Bevölkerung aufzuwiegeln, einen Keil hineinzutreiben. Nur eines sag ich dir: Den Keil, den treib ich dir in deine Partei hinein, so wie du diese Partei führst."

"Blöd halt, dass es Videos gibt", kommentiert Faast.

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Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos