APA - Austria Presse Agentur

Lage vor Wien-Wahl laut Großumfrage ziemlich stabil

27. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Ziemlich stabil zeigt sich die Lage für die Wien-Wahl am 11. Oktober in der zweiten Welle einer Großumfrage: Die Sonntagsfragen-Werte haben sich gegenüber der ersten Erhebung vor drei Wochen kaum geändert. Die SPÖ steht jetzt noch ein wenig besser da, mit 42 Prozent, während das Team Strache diesmal mit vier Prozent unter der Einzugshürde ausgewiesen wird.

Im Auftrag von ATV und "Heute" hat Unique Research unter der Studienleitung von Meinungsforscher Peter Hajek mehr als 1.600 Personen befragt (Schwankungsbreite 2,4 Prozent).

Demnach kann Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) angesichts der ausgewiesenen 42 Prozent (vor drei Wochen waren es 41) hoffen, besser abzuschneiden als seiner Vorgänger Michael Häupl, der 2015 39,6 Prozent erreichte. Der Koalitionspartner steht unverändert bei 15 Prozent, damit würden die Grünen ebenfalls zulegen gegenüber den 11,8 Prozent der vorigen Wahl.

Den größten Zugewinn wird die ÖVP lukrieren - auch wenn sie in der jetzigen Umfrage nicht mehr auf 20, sondern auf 19 Prozent steht. Das wäre aber immer noch die Verdoppelung des 2015 erlittenen historischen Tiefs von 9,2 Prozent.

Umgekehrt droht der FPÖ ein massiver Absturz vom Rekordwert 30,8 in die Einstelligkeit; sie steht unverändert auf neun Prozent. Ihr ehemaliger Parteichef Heinz-Christian Strache muss mit seiner neuen Liste HC weiter zittern: Nach fünf Prozent vor drei Wochen wird er jetzt mit vier ausgewiesen. Sicher im Gemeinderat, aber ziemlich unverändert - mit 7 nach 6,2 Prozent - bleiben dürften die NEOS.

Auch bei den Koalitionspräferenzen hat sich nicht viel geändert: Rot-Grün ist nach wie vor - mit 27 Prozent - die populärste Variante. Rot-Türkis hätten jetzt 18 Prozent gern. Den zweithöchsten Wert gibt es jetzt (mit 23 Prozent) allerdings für "keine von diesen/andere Koalition" - wobei auch noch SPÖ-NEOS (11) und ÖVP-Grün-NEOS (10 Prozent) abgefragt wurden.

Die Corona-Pandemie scheint die Wähler nicht abzuschrecken: Die Wahlbeteiligung dürfte auf hohem Niveau - 2015 waren es fast 75 Prozent - bleiben. Denn 71 Prozent taten in der Umfrage bereits kund, "ganz sicher" wählen zu wollen, nur vier Prozent "sicher nicht".

Quelle: Agenturen