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Längere Schultage für britische Schüler nach Corona

Schülerinnen und Schüler in Großbritannien könnten nach der Pandemie mehr Zeit in der Schule verbringen. Eine Verlängerung der Schultage um rund eine halbe Stunde ist Teil eines Maßnahmenplans aus Regierungskreisen, aus dem die "Times" am Dienstag zitierte. Ziel soll es sein, die durch die Pandemie entstandenen Rückstände aufzuholen und Wissenslücken zu schließen.

Der Regierungsbeauftragte Kevan Collins schlägt in seiner der "Times" vorliegenden Präsentation vor, Schülerinnen und Schüler ab dem kommenden Jahr 100 Unterrichtsstunden mehr zu unterrichten, so dass sie mindestens eine 35-Stunden-Woche haben. Außerdem sieht er Förderprogramme und Weiterbildungsangebote für Lehrer vor.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll Premierminister Boris Johnson bereits seine Zustimmung signalisiert haben. Für Johnson gilt Bildung und die Förderung von benachteiligten Kindern als eine der Prioritäten der kommenden Jahre. Strittig ist allerdings noch die Finanzierung des Aufholplans: Während die Vorschläge mit Kosten von rund 15 Milliarden Pfund (17,44 Mrd. Euro) beziffert werden, hat das britische Finanzministerium bisher nur rund 1,5 Milliarden Pfund dafür veranschlagt. Die Befürchtung ist jedoch: Die Kosten der Wissenslücken durch die Pandemie könnten langfristig deutlich höher ausfallen als die eines umfangreichen Bildungspakets.

ribbon Zusammenfassung
  • Schülerinnen und Schüler in Großbritannien könnten nach der Pandemie mehr Zeit in der Schule verbringen.
  • Ziel soll es sein, die durch die Pandemie entstandenen Rückstände aufzuholen und Wissenslücken zu schließen.
  • Die Befürchtung ist jedoch: Die Kosten der Wissenslücken durch die Pandemie könnten langfristig deutlich höher ausfallen als die eines umfangreichen Bildungspakets.