APA - Austria Presse Agentur

Kurz sieht nur Vorwürfe gegen "Mitarbeiter des Finanzministeriums"

06. Okt 2021 · Lesedauer 4 min

Im ZIB-Interview verteidigte sich Kanzler Kurz am Mittwoch gegen die Vorwürfe. Es gehe um Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Finanzministeriums, er habe "keine Ahnung warum ich schon wieder an allem schuld sein soll", meinte er.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nahm am Mittwochabend in der "Zeit im Bild" ausführlich Stellung zu den Vorwürfen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Er habe "ein Stück weit den Eindruck, dass ich das alles schon erlebt habe", sagte Kurz anfangs.

Kurz verteidigte sich dahingehend, dass im Akt vor allem Chats anderer angeführt seien. "Das sind Nachrichten zwischen Personen, die ich kaum kannte", meinte Kurz etwa in Bezug auf einen Austausch zwischen Thomas Schmid (damals Generalsekretär im Finanzministerium) und Johannes Frischmann (damals Pressesprecher von Finanzminister Hartwig Löger). ZIB-Anchor Martin Thür erwiderte, dass Frischmann sein jetziger Pressesprecher sei und auch SMS mit Schmid zumindest eine nähere Bekanntschaft nahelegten.

"Wieso sollte ich davon gewusst haben?" - weil er Nutznießer war

Die Vorwürfe würden sich nur "auf Mitarbeiter des Finanzministeriums" beziehen, wiederholte er mehrmals und fügte hinzu: "Keine Ahnung, wieso ich schon wieder verantwortlich sein soll."

"Es gibt zahlreiche SMS von mir, die da eingemengt werden, alle fünf Jahre alt." Und in keiner einzigen SMS sei eine Anweisung von ihm zu finden, das werde nun in andere Nachrichten eingemischt, so Kurz. Falls die Vorwürfe stimmen, wisse er nicht, wieso er davon gewusst haben sollte, fragte der Kanzler.

Weil er, Sebastian Kurz, natürlich der Nutznießer der ganzen Absprachen, bezahlten Meinungsumfragen und Berichterstattung gewesen sei, erklärte Thür.

"Spannend, dass sie nicht einfach mit Nein antworten"

Ob er ausschließen könne, dass es eine Gegenleistung für die damaligen Inserate des Finanzministeriums in "Österreich" gab, fragte Thür. Kurz antwortete mehrmals ausweichend. "Ich find das spannend, dass sie nicht einfach mit Nein antworten", meinte Thür und fragte erneut nach, ob Kurz von einer Gegenleistung wisse. "Ich kann selbstverständlich mit Nein antworten", erwiderte Kurz daraufhin etwas wirsch.

"Wieso sollte ich davon gewusst haben?" - weil er Nutznießer war

Die Vorwürfe würden sich nur "auf Mitarbeiter des Finanzministeriums" beziehen, wiederholte er mehrmals und fügte hinzu: "Keine Ahnung, wieso ich schon wieder verantwortlich sein soll."

"Es gibt zahlreiche SMS von mir, die da eingemengt werden, alle fünf Jahre alt." Und in keiner einzigen SMS sei eine Anweisung von ihm zu finden, das werde nun in andere Nachrichten eingemischt, so Kurz. Falls die Vorwürfe stimmen, wisse er nicht, wieso er davon gewusst haben sollte, fragte der Kanzler.

Weil er, Sebastian Kurz, natürlich der Nutznießer der ganzen Absprachen, bezahlten Meinungsumfragen und Berichterstattung gewesen sei, erklärte Thür.

"Spannend, dass sie nicht einfach mit Nein antworten"

Ob er ausschließen könne, dass es eine Gegenleistung für die damaligen Inserate des Finanzministeriums in "Österreich" gab, fragte Thür. Kurz antwortete mehrmals ausweichend. "Ich find das spannend, dass sie nicht einfach mit Nein antworten", meinte Thür und fragte erneut nach, ob Kurz von einer Gegenleistung wisse. "Ich kann selbstverständlich mit Nein antworten", erwiderte Kurz daraufhin etwas wirsch.

"Ich habe mich nie bereichert"

Angesprochen auf Inserate von Ministerien und gewogener Berichterstattung wollte Kurz mehrmals auf die SPÖ ablenken. Thür blieb harnäckig und fragte: "Können Sie zu hundert Prozent ausschließen, dass es mit anderen Boulevardmedien ähnliche Deals gibt?"

Es gebe natürlich immer Kooperationen mit Medien, antwortete Kurz. Er könne aber "zu tausend Prozent" versichern, "dass ich mich nie bereichert habe und nie eine Scheinrechnung ausgestellt, geschrieben oder eingereicht habe", sagte er.

Auf die Frage, ob er Kanzler bleiben werde, antwortete Kurz: "Selbstverständlich." Den Ermittlungen sehe er "gelassen entgegen".

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos