Klimabilanz des Bundesheers wird laufend grüner
In den kommenden Jahren will das Bundesheer zudem verstärkt nachhaltige Fernwärme nutzen und eigene Energieanlagen auf Basis erneuerbarer Quellen ausbauen, hieß es. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Biomasse aus eigenen Beständen gelegt werden. So werden beispielsweise das Munitionslager Stadl-Paura (OÖ) sowie der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe (Steiermark) mit Holz aus dem Heeresforst klimaneutral beheizt. Für die Benedek Kaserne in Bruckneudorf (Burgenland) ist der Bau eines Biomasse-Heizwerks geplant, das mit Holz aus dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf gespeist werden soll.
In puncto Stromversorgung deckt etwa am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen (Tirol) ein eigenes Wasserkraftwerk den gesamten Strombedarf der Liegenschaft. Zusätzlich werden Photovoltaikanlagen betrieben, die mehr als 800.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Zudem werden dort derzeit Kollektorflächen in Kombination mit Batteriespeichersystemen ausgebaut. Auch die 2025 neu errichteten Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt wurden mit Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf dem Dach des Unterkunftsgebäudes entstand eine Photovoltaikanlage mit 1.038 Quadratmetern Fläche, am Wirtschaftsgebäude eine weitere Anlage mit 1.284 Quadratmetern.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) lobt die "konkreten Fortschritte" in Sachen Klimaschutz. "Durch den Einsatz von Ökostrom und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen machen wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger." Gleichzeitig werde damit die Versorgungssicherheit der Standorte gestärkt und in eine "zukunftsfähige Landesverteidigung" investiert, betonte Tanner.
Zusammenfassung
- Das Bundesheer hat durch die Umstellung auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom den CO2-Ausstoß im Infrastrukturbetrieb von rund 22.550 auf etwa 1.440 Tonnen pro Jahr gesenkt, was einem Rückgang von über 90 Prozent bedeutet.
- Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hebt hervor, dass diese Maßnahmen sowohl die Versorgungssicherheit stärken als auch in eine 'zukunftsfähige Landesverteidigung' investieren.
