"Klasse Job": Polaschek sagt Lehrer-Mangel den Kampf an

25. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Neben zahlreichen Herausforderungen in Österreich gehört auch der Lehrkräftemangel dazu. Diesem will Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) nun entgegenwirken.

Der Lehrkräftemangel sei "eine der größten Herausforderungen" der Zukunft, erklärte Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Dienstag. Mit vereinten Kräften würde man dieser Herausforderung die Stirn bieten, Lehrer:innen würden einen "klasse Job" machen.

"Größte Lehrkräfteoffensive der Zweiten Republik"

Dennoch sieht sich Polaschek gezwungen, die "größte Lehrkräfteoffensive der Zweiten Republik" zu starten und zwar "überlegt, evidenzbasiert und nachhaltig". Konkret wolle man auf drei Handlungsfeldern aktiv werden. So gehe es unter anderem darum, die "Erzählung von Schule zu modernisieren". Das inkludiere ein besseres Image des Lehrer:innenberufs, neue Zielgruppen bzw. Quereinsteiger:innen anzusprechen und das Personalmanagement in Schulen zu verbessern.

Fokus auf junge Menschen

In den kommenden fünf Jahren würden ungefähr 20.000 Lehrer:innen in Pension gehen. Gerade deshalb wolle man möglichst viele junge Menschen für den Lehrer:innenberuf gewinnen und setze dabei auch beim Studium an. So solle eine bessere Studierbarkeit, ein besserer und schnellerer Einstieg gegeben sein - zudem müsse man viel mehr auf "die Bedürfnisse und Sorgen der jungen Menschen eingehen".

Für Quereinsteiger:innen soll es ab kommendem Jahr Erleichterungen geben, sie sollen "ohne Sondervertrag gestalten können". Ein fachlich geeignetes Bachelor- oder Diplomstudium und mindestens drei Jahre Berufserfahrung gelten für Quereinsteiger:innen als Voraussetzung für den Einstieg in den Job.

Zusätzlich zur Strategie namens "Klasse Job" gibt es auch eine gleichnamige Kampagne. Unter www. klassejob.at fänden sich die wichtigsten Informationen zum Einstieg in den Lehrer:innenjob. Die Kosten belaufen sich auf 600.000 Euro - die eine Hälfte davon fließe in Print-Kampagnen, die andere in Social Media.

Zuversicht bei Uni-Budgets

Bezüglich der Uni-Budgets befinde sich Polaschek in intensiven Gesprächen mit den Universitäten. Für einen "massiven" Personalabbau, wie es uniko-Präsidentin Sabine Seidler als "logische Konsequenz" angesichts des Budgets nannte, sehe Polaschek aber keinen Bedarf, gibt sich der Minister zuversichtlich.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp