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Kiew spricht von 100.000 "verlorenen" russischen Soldaten

20. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ukrainische Armee spricht von tausenden zerstörten Panzern und hunderten Fluggeräten. Währenddessen gibt es in Kiew weiter Probleme mit der Stromversorgung.

Der ukrainische Generalstab spricht von fast 100.000 "verlorenen" - also getöteten oder verwundeten - russischen Soldaten im Ukraine Krieg. Alleine im Laufe des Montags seien 430 Soldaten hinzugekommen, meldete die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform am Dienstag unter Berufung auf einen Facebook-Eintrag der Streitkräfte. Zudem seien seit Kriegsbeginn knapp 3.000 Panzer vernichtet worden. Die Kämpfe gehen unterdessen unvermindert weiter.

Nach Angaben des Generalstabes wurden zudem u.a. fast 6.000 gepanzerte Kampffahrzeuge, 281 Flugzeuge, 266 Hubschrauber, 1.960 Artilleriesysteme, 410 Mehrfachraketen-Systeme, 16 Kriegsschiffe/Boote und 1.680 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört. Insgesamt seien 653 feindliche Marschflugkörper abgeschossen worden. Unabhängig lassen sich diese Zahlen nicht bestätigen.

Schwere Kämpfe im Nordosen

Zugleich meldete die Ukraine schwere Kämpfe mit den Russen in der nordöstlichen Region Sumy. Dort sollen 83 Angriffe auf zahlreiche Ortschaften erfolgt sein. Die Rede ist von Beschuss durch Granatwerfer, Drohnen und Panzerfäusten. Meldungen über Schäden dürften sich aber in Grenzen halten.

Hingegen sollen beim russischen Beschuss der Region Donezk in den vergangenen Tagen mehrere Menschen getötet worden sein. "Am 19. Dezember 2022 haben die Russen drei Zivilisten in der Region Donezk getötet: zwei in Bachmut und einen in Salisne. Fünf weitere Menschen wurden verletzt", schrieb der Gouverneur von Donezk, Pawlo Kyrylenko, auf Telegram.

Angriffe in Charkiw 

Angegriffen wurde in der vergangenen Nacht auch der Bezirk Izium in der Region Charkiw. Ein Industrieobjekt soll dabei in Brand geraten sein. "Gegen 02:00 Uhr morgens brach in einem zivilen Industrieobjekt ein großes Feuer aus, nachdem die Raketen der Besatzer den Bezirk Izium getroffen hatten. Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet. Die Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz", berichtete die Militärverwaltung von Charkiw. Von den Angriffen hauptsächlich betroffen sind die Städe Woltschansk und Kupiansk.

In der Hauptstadt Kiew kämpft man inzwischen weiter mit Problemen bei der Stromversorgung. Am Dienstag standen Teile des U-Bahnsystems zeitweise still, wie Bürgermeister Vitali Klitschko im Nachrichtenkanal Telegram mitteilte. Ursache seien "starke Spannungsschwankungen". Wegen einer Notabschaltung der Pumpen fiel im gesamten Stadtgebiet zudem die Wasserversorgung aus. Damit verbunden kam es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch zu Ausfällen der Fernwärme.

Quelle: Agenturen / Redaktion / mbe