APA - Austria Presse Agentur

Kickl: ÖVP richtet "dieses Land moralisch zugrunde"

08. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Das FPÖ-Präsidium hat Herbert Kickl einstimmig als neuen Bundesparteiobmann designiert. In einem Interview kritisiert er die Politik der ÖVP und bezieht Stellung zu den Vorwürfen seiner Kritiker.

Der designierte FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl sieht grundsätzlich keinen Unterschied zu seinem Vorgänger Norbert Hofer. Im "Ö1-Morgenjournal" sagte der designierte Parteichef: "Da trennt uns ja überhaupt nichts in dieser Analyse, da bin ich mit Manfred Haimbuchner völlig einer Meinung. Eine Partei muss immer so aufgestellt sein, dass sie sowohl regierungsfähig als auch oppositionsfähig ist. Das Problem entsteht ja nur dann, wenn eine Partei den Versuch unternimmt, beides am selben Ort zur selben Zeit zu sein."

Kickl wolle auf Bundesebene eine "entsprechende Oppositionspolitik gegen eine Politik zu machen, die von der türkisen ÖVP dominiert wird und die ich als das größte Blendwerk der zweiten Republik bezeichnet habe."

Herbert Kickl ist vom FPÖ-Parteipräsidium für die Nachfolge des zurückgetretenen Parteichefs Norbert Hofer nominiert worden.

Vorwürfe seien "sinnentleerte politische Kampfbegriffe"

Die Politik der ÖVP würde laut Kickl "dieses Land moralisch zugrunde richten" und verwies auf die "ganze Latte an gebrochenen Versprechen". In dieser Form könne es zwischen FPÖ und ÖVP "keine Form der Zusammenarbeit" geben, erklärte Kickl im Interview.

SPÖ, NEOS und ÖVP kritisierten zuletzt in Aussendungen Kickls Führungsstil als radikal. Darauf angesprochen sagte der designierte Parteiobmann, dass das "sinnentleerte politische Kampfbegriffe" seien. Er selbst bezeichne seinen Stil als "nachhaltig, konsequent, gradlinig und ehrlich". Ein "klares Nein" sagte Kickl zu den Rechtsextremismus-Vorwürfen.

Quelle: Redaktion / pea