Karner zum Kessel in Lyman: Russen werden sich ergeben müssen

30. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

PULS 24 Militärexperte Gerald Karner sieht erste Erfolge in der ukrainischen Gegenoffensive. Es droht der Zusammenbruch der russischen Front, sagt er.

Im Kampf um die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman im Gebiet Donezk haben ukrainische Truppen nach russischen Angaben mehrere Orte östlich der Stadt eingenommen. "Gegen Mitternacht ist es ukrainischen Truppen gelungen, Lyman faktisch einzukesseln", teilte der russisch-nationalistische Militärblog "Rybar" sogar mit.

Laut dem PULS 24 Militärexperten Gerald Karner hätten die russischen Truppen Stellung um und in Lyman bezogen, die ukrainischen Truppen sollen dann nicht die Stadt selbst angegriffen haben sondern hätten sie umfahren. Dadurch sind die russischen Truppen dort nun eingeschlossen und den Angriffen "von allen Seiten ausgesetzt". Sie sind von Nachschub abgeschnitten, Munition und Trinkwasser könnte ihnen bald ausgehen - dann werden sie sich ergeben müssen, so der Militärexperte. 

20.000 Russen könnte eingekesselt werden

"Das ist ein schwerer Schlag für die russischen  Streitkräfte", sagt Karner. Scheinbar werde in Russland schon debattiert, die dortigen Befehlshaber abzusetzen. Lyman sei ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt - es sei nun eine "günstige Ausgangslage für eine weitere Offensive". 

Ähnliches sehe man auch in der Südukraine, wo den Russen die Einkesselung von bis zu 20.000 Mann drohe, wenn sie nicht evakuiert werden. Die russische Front droht zusammenzubrechen, sagt Karner. 

Quelle: Redaktion / koa