Kanzler Kurz verteidigt Stadt-Land-Unterschiede beim Klimabonus

04. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Dass in Wien als einziger Gemeinde der geringste Klimabonus von 100 Euro jährlich ausgezahlt wird, sieht Kanzler Kurz im PULS 24 Interview als angemessen. Es gebe nun einmal Unterschiede im öffentlichen Verkehr.

Von Opposition und Umweltschutzorganisationen gab es bereits kurz nach der Präsentation der türkis-grünen Steuerreform jede Menge Kritik. Am Montag wurde unter anderem auch kritisiert, dass vom Klimabonus vor allem der ländliche Raum profitiert, obwohl der urbane Raum wesentlich klimafreundlicher sei und dabei keinerlei Lenkungseffekte bemerkbar würden.

Die SPÖ Wien kritisierte zudem, dass Wien als Großstadt mit gut ausgebautem Verkehrsnetz dafür noch bestraft werde.

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Im Interview mit PULS 24 Infochefin Corinna Milborn verteidigt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) das Gefälle. "Es ist eine Lebensrealität, dass es am Land anders ist als in der Stadt und in der Stadt noch einmal anders als in der Großstadt." Er kenne beides, da er in Wien wohne und aus einer kleinen 100-Einwohner-Gemeinde in Niederösterreich stamme (gemeint ist die Gemeinde, in der seine Großeltern wohnen und bei denen Kurz als Kind seine Schulferien verbrachte).

In Wien sei das öffentliche Verkehrsnetz wesentlich besser, auf dem Land fehle die Infrastruktur, dadurch sei das Auto sehr viel wichtiger und deshalb werde dort mehr Ausgleich durch den Klimabonus nötig, erklärt der Kanzler.

Newsroom LIVE vom 04.10.2021

Im Newsroom LIVE vom 04.10.2021 bei Anchor Thomas Mohr ist SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu Gast. Bundeskanzler Sebastian Kurz gibt im Gespräch mit PULS 24 Infochefin Corinna Milborn Auskunft zur Steuerreform.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos