APA - Austria Presse Agentur

Johnson bleibt wegen Fiebers länger in Corona-Quarantäne

03. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Der britische Regierungschef Boris Johnson bleibt wegen seiner Corona-Erkrankung länger in Quarantäne als ursprünglich geplant. Er habe die empfohlenen sieben Tage Selbstisolation hinter sich und fühle sich auch schon besser, sagte der Premierminister am Freitag in einer Videobotschaft von Downing Street aus, wo er in einer Wohnung über seinem Amtssitz in Quarantäne ist.

Der britische Regierungschef Boris Johnson bleibt wegen seiner Corona-Erkrankung länger in Quarantäne als ursprünglich geplant. Er habe die empfohlenen sieben Tage Selbstisolation hinter sich und fühle sich auch schon besser, sagte der Premierminister am Freitag in einer Videobotschaft von Downing Street aus, wo er in einer Wohnung über seinem Amtssitz in Quarantäne ist.

Johnson habe immer noch Fieber, deshalb gehe er vorerst noch nicht wieder in die Öffentlichkeit. Eigentlich war erwartet worden, dass Johnson am Freitag die Selbstisolation beendet und wieder öffentliche Termine wahrnimmt. "Ich habe aber noch eines der milden Symptome, Fieber", sagte der 55-Jährige in der Videobotschaft. "Also muss ich entsprechend der Leitlinien der Regierung meine Selbstisolation fortsetzen, bis dieses Symptom weg ist."

Johnson hatte am Freitag vergangener Woche bekannt gegeben, dass er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde. Der britische Regierungschef hatte im Kampf gegen die Corona-Pandemie restriktive Maßnahmen zunächst abgelehnt, weshalb er heftig kritisiert wurde. Inzwischen gilt im ganzen Königreich eine Ausgangssperre. Angesichts der sonnigen Wettervorhersagen für die kommenden Tage appellierte der Regierungschef an seine Landsleute, nicht nach draußen zu strömen. "Bitte folgen Sie weiter den Regeln", mahnte er.

Unterdessen wurde angekündigt, dass Königin Elizabeth II. sich am Sonntag mit einer landesweiten Ansprache zur Corona-Krise ans britische Volk wenden will. "Ihre Majestät, die Queen, hat eine Sondersendung für Großbritannien und den Commonwealth im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus aufgezeichnet", teilte der Buckingham-Palast am Freitag mit.

Die Monarchin wendet sich nur selten direkt an die Nation, abgesehen von ihrer traditionellen Fernsehbotschaft am Weihnachtstag. Die Ansprache, die im Schloss Windsor aufgenommen wurde, wo die 93-jährige Königin mit ihrem Ehemann Prinz Philip lebt, wird am Sonntagabend ausgestrahlt.

In Großbritannien stieg die Zahl der Menschen, die an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, unterdessen um 684 auf mehr als 3.600. Das ist die höchste Todeszahl innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Krise. Landesweit seien inzwischen mehr als 38.000 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Dies seien 4.450 neue Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden.

Quelle: Agenturen