APA - Austria Presse Agentur

Johann Kalliauer geht im November als oö. AK-Präsident

11. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Johann Kalliauer wird seine Funktion als Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich in der Kammer-Vollversammlung Ende November zurücklegen. Wie der 68-Jährige in einer Pressekonferenz am Montag in Linz bekannt gab, mache er damit den Weg für eine Verjüngung frei. Kalliauer steht der AK Oberösterreich seit 2003 vor.

Das letzte Jahr habe ihm "unglaublich Spaß" gemacht. Das berge die Gefahr, dass man "den richtigen Zeitpunkt für den Abgang übersieht", meinte er zum Zeitpunkt seines Abgangs. Auch wenn es ihm "nicht leicht fällt", wie er sichtlich emotional berührt anfügte. Aber das Haus sei gut aufgestellt. Daher sei es auch Zeit, die politische Führung in jüngere Hände zu legen. Wer ihm nachfolgt, ist noch offen, damit werden sich zuerst die Fraktions-Gremien befassen. Gute Chancen werden Andreas Stangl nachgesagt, derzeit schon AK-Vizepräsident, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Gewerkschafter und Geschäftsführer der Privatangestellten-Gewerkschaft GPA.

Ende Jänner oder Anfang Februar 2022 werde Kalliauer auch sein Amt als ÖGB-Landesvorsitzender abgeben. Er plädierte dafür, dass auch künftig beide Funktion in einer Hand bleiben. Er selber will sich ganz aus der Politik zurückziehen. Für ein Resümee seiner Tätigkeit sei es zwei Monate vor dem Zurücklegen der Funktion als Präsident noch zu früh, erklärte er.

"Gerade in den letzten Monaten war es ein Verdienst des scheidenden AK und ÖGB-Präsidenten, dass trotz der Gesundheits- und Wirtschaftskrise viele Menschen ihre Arbeit behalten konnten", reagierte die SPÖ Oberösterreich auf Kalliauers Ankündigung am Montag. "Danke, für den unermüdlichen Einsatz für die Menschen in Oberösterreich", würdigte ihn SPÖ-Vorsitzende und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) dankte ebenso dem scheidenden AK-Präsidenten, auch wenn "wir zwar nicht immer die gleichen Ansichten, aber immer die gleiche Sicht auf das Wichtigste hatten: Unser Bundesland Oberösterreich und Arbeitsplätze". ÖAAB-Landesobfrau LH-Stellvertreterin Christine Haberlander hob hervor, dass er sich besonders "in der stetigen Weiterentwicklung der Beratungs- und Unterstützungsangebote verdient gemacht" habe.

Oberösterreichs WK-Präsidentin Doris Hummer unterstrich die sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem AK-Präsidenten. "Vor allem freut es mich, dass die Sozialpartnerschaft in Oberösterreich gerade im heurigen Jahr stark an Schwung gewonnen und auch wieder zum Stil zurückgefunden hat, der trotz aller unterschiedlichen Ansichten von gegenseitigem Respekt getragen ist", verwies Hummer auf gemeinsame Projekte wie die Initiative zur Steigerung der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Quelle: Agenturen