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Japan wählt Unterhaus - Klarer Sieg für Regierung erwartet

Heute, 20:30 · Lesedauer 1 min

Japan wählt am Sonntag ein neues Unterhaus. Letzten Umfragen zufolge zeichnet sich ein deutlicher Sieg für die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) der neuen nationalkonservativen Partei- und Regierungschefin Sanae Takaichi ab. Demnach könnte die LDP ihre absolute Mehrheit in der mächtigen Parlamentskammer zurückerobern. Die seit 1955 fast ununterbrochen regierende LDP hatte bei den vorherigen Wahlen sowohl im Unterhaus als auch im Oberhaus die Mehrheit verloren.

Die Wahllokale schließen um 20.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ). Bald darauf werden erste Trendberichte japanischer Medien auf Basis von Wählerbefragungen erwartet. Ein großer Unsicherheitsfaktor ist allerdings das winterliche Wetter, starke Schneefälle könnten den Urnengang behindern.

Takaichi war erst Ende Oktober als erste Frau an die Spitze der Regierung gewählt worden. Sie genießt sehr hohe Umfragewerte und hatte mit der kurzfristig einberufenen Neuwahl die Opposition regelrecht überrumpelt. Die größte Oppositionspartei, die Konstitutionelle Demokratische Partei Japans, und der langjährige LDP-Partner Komeito schlossen sich eilig zur Zentristischen Reformallianz zusammen.

Die neue Partei versteht sich als liberale Alternative zur stramm rechten Takaichi. Doch Umfragen sagen deutliche Verluste voraus. Hingegen könnte die LDP mit ihrem neuen Mitte-Rechts-Partner Ishin Umfragen zufolge sogar auf eine Zweidrittelmehrheit kommen.

Zusammenfassung
  • In Japan findet am Sonntag die Wahl zum neuen Unterhaus statt, wobei die Wahllokale um 20.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) schließen.
  • Umfragen prognostizieren einen deutlichen Sieg für die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) unter der neuen Regierungschefin Sanae Takaichi, die erst Ende Oktober als erste Frau ins Amt gewählt wurde.
  • Die LDP könnte mit Unterstützung des Mitte-Rechts-Partners Ishin laut Umfragen sogar eine Zweidrittelmehrheit erreichen, während die Opposition deutliche Verluste erwartet.