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Israelische Luftangriffe in Syrien

25. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Bei israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht auf Mittwoch mindestens acht pro-iranische Kämpfer getötet worden. Die Angriffe nahe Damaskus sowie im Süden des Landes hätten sich gegen ein Waffenlager sowie Stellungen gerichtet, die von iranischen Streitkräften und ihren Verbündeten genutzt würden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen.

Die Nationalität der getöteten Kämpfer habe zunächst nicht festgestellt werden können, erklärte die Beobachtungsstelle. Die Organisation mit Sitz in London bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete israelische Luftangriffe auf das Dorf Rwihinah in der südlichen Provinz Quneitra sowie in der nahe Damaskus gelegenen Region Jabal al-Manea. Unter Berufung auf Armeekreise berichtete SANA, bei den Angriffen habe es "nur materielle Schäden" gegeben.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat das israelische Militär Hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten geflogen. Israel will damit verhindern, dass der Iran seinen Einfluss in Syrien ausdehnt. Die israelische Regierung und Armee bestätigen nur selten Militäreinsätze in dem Nachbarland. Laut der Beobachtungsstelle handelte es sich bei den Luftangriffen in der Nacht auf Mittwoch um den 36. israelischen Militäreinsatz in Syrien seit Anfang des Jahres.

Quelle: Agenturen