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Israel schließt nach Angriffen Grenzübergang zu Gazastreifen

23. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach erneuten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israel die Schließung des einzigen Grenzübergangs für Arbeiter aus dem palästinensischen Küstengebiet angekündigt.

Es sei entschieden worden, "Einreisen nach Israel für Händler und Arbeiter aus dem Gazastreifen über den Erez-Übergang am Sonntag nicht zu erlauben", teilte die dem israelischen Verteidigungsministerium unterstehende Zivilverwaltung COGAT am Samstag mit.

Über die Wiederöffnung des Übergangs werde abhängig von der Sicherheitslage entschieden, hieß es weiter. Militante Palästinenser hatten am Freitagabend zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee schlug eines der Geschoße auf einem in Israel gelegenen Feld nahe dem Grenzzaun zum nördlichen Gazastreifen ein. Eine weitere Rakete schlug demnach innerhalb des Gazastreifens ein.

Spannungen nehmen zu

In dieser Woche waren bereits mehrere Raketen aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Küstengebiet auf Israel abgefeuert worden. Bei den Angriffen gab es keine Opfer, die meisten Geschoße wurden vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Israels Armee reagierte nach den ersten beiden Raketenangriffen aus dem Gazastreifen mit Luftangriffen in dem palästinensischen Küstengebiet und traf dabei nach eigenen Angaben eine unterirdische Raketenfabrik.

Dutzende Verletzte bei Demo

Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatten zuletzt zugenommen. Angespannt war die Lage vor allem in Jerusalem, wo am Freitag bei erneuten Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei Dutzende Menschen verletzt wurden.

Es wird befürchtet, dass die Spannungen den Nahost-Konflikt weiter eskalieren lassen könnten. Im vergangenen Jahr hatten Unruhen in Jerusalem einen elftägigen bewaffneten Konflikt zwischen der Hamas im Gazastreifen und der israelischen Armee zur Folge, in dessen Verlauf mehr als 250 Menschen getötet wurden.

Quelle: Agenturen