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Iran: USA und Israel greifen Hafen nahe Straße von Hormuz an

Heute, 06:43 · Lesedauer 2 min

Israel und die USA haben nach Angaben iranischer Staatsmedien einen Hafen nahe der Straße von Hormuz angegriffen. Bei dem Angriff auf den Kai des Hafens von Bandar Khamir seien fünf Menschen getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Bei einem israelischen Raketenangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran wurde ein Büro des katarischen Nachrichtensenders Al-Araby beschädigt.

Der Sender schrieb am Sonntag im Online-Dienst X, eine israelische Rakete habe das Gebäude getroffen, in dem sich die Redaktionsräume befinden. Dabei sei "erheblicher Schaden" entstanden, die Live-Berichterstattung sei deswegen unterbrochen worden. Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes zeigten zerbrochene Scheiben, Glas und Trümmerteile. Aufnahmen von außen zeigten Trümmerteile auf den Straßen und beschädigte Gebäude.

In Teheran gab es laut Medienberichten am Sonntag wiederholt Explosionen. Im Osten der Stadt stieg Rauch auf.

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit gemeinsamen Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. Der Iran hat zudem die Straße von Hormuz weitestgehend blockiert. Sie ist eine der weltweit wichtigsten Meerengen für den Öl- und Gasexport, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Durch die strategisch wichtige Meerenge verläuft üblicherweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports.

Zusammenfassung
  • Israel und die USA haben laut iranischen Staatsmedien einen Angriff auf den Hafen von Bandar Khamir nahe der Straße von Hormuz durchgeführt, wobei fünf Menschen getötet und vier verletzt wurden.
  • Ein israelischer Raketenangriff beschädigte in Teheran das Büro des katarischen Senders Al-Araby, was zu erheblichen Schäden und einer Unterbrechung der Live-Berichterstattung führte.
  • Der Iran blockiert weitgehend die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.