APA - Austria Presse Agentur

Internationale Covid-19-Todesfälle in politischem Umfeld

29. März 2020 · Lesedauer 2 min

Die Coronavirus-Pandemie hat in mehreren Ländern auch schon Todesopfer unter Politikern oder deren persönlichem Umfeld gefordert. So starb in Deutschland Jörn Kubicki, der Lebensgefährte des früheren Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit. Ebenfalls an Covid-19 starb der der Präsident des Départmentrates der französischen Region Hauts-de-Seine, Patrick Devedjian.

Der 75-jährige französische Regionalpolitiker war am Mittwoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen, nachdem er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. Am Donnerstag schrieb der konservative Politiker auf Twitter, er sei "von der Pandemie betroffen" und könne sich daher persönlich von der "außergewöhnlichen Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte" überzeugen.

Der ausgebildete Rechtsanwalt war von 1983 bis 2002 Bürgermeister von Antony, seit 2007 war er Präsident des Départementrats von Hauts-de-Seine. Während der Präsidenschaft Nicolas Sarkozys hatte Devedjian verschiedene Regierungsposten inne.

In Deutschland bestätigten am Sonntag die SPD Berlin-Schöneberg sowie die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld den Tod, die sich für die gleichberechtigte Akzeptanz von Homosexuellen einsetzt, den Tod Kubickis. Die Stiftung sprach Wowereit und der Familie Kubickis ihr tiefes Mitgefühl aus.

Offizielle Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht. Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" starb Kubicki, der seit Jahren an einer Lungenkrankheit litt, in der vergangenen Woche an Herzversagen nach einer Corona-Infektion. Ein Anwalt Wowereits sagte, dass es keine weiteren Erklärungen geben werde "und wir bitten, die Privatsphäre von Herrn Wowereit zu respektieren".

Quelle: Agenturen