Leiter des Corona-Einsatzstabes Rizzoli findet Isolierung Tirols "überzogen"

05. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Der Leiter des Corona-Einsatzstabes des Landes Tirol, Elmar Rizzoli, sieht keine Notwendigkeit für eine Isolation Tirols.

Derzeit gebe es keinerlei Informationen, wie die südafrikanische Virus-Variante nach Schwaz getragen wurde, sagte Rizzoli im Ö1-"Morgenjournal". Für die Vermutung, dass die Variante von Hoteliers und Seilbahnbetreibern nach einem Golf-Urlaub in Südafrika eingeschleppt worden sei, gebe es "keine Bestätigung", sagte er auf Nachfrage. Die südafrikanische Variante müsse nicht zwangsweise aus Südafrika eingeschleppt worden sein, immerhin sei sie schon in 33 anderen Ländern aufgetreten.

In Interview mit PULS 24 bekräftigt der Leiter des Corona-Einsatzstabes des Landes Tirol das noch einmal. Eine Isolierung Tirols findet er "überzogen", weil man das Bundesland damit "quasi unter Quarantäne" stellen würde. Die 27 positiven Fälle würden alle aus einem Cluster stammen. "Da kann man keine Hochrechnungen machen", kritisiert er die Forderung der Virologin Dorothee von Laer, die am Mittwoch den Lockdown für Tirol verlangt hatte und das Bundesland isolieren wollte.

Tirol abzuschotten, dazu bestehe "keinen Anlass", Tirol sei sogar "österreichweit Vorreiter" bei der Bekämpfung der neuen Virus-Varianten, behauptet er. "Man kann hier nicht nur von nackten Zahlen ausgehen, sondern muss sich die Fälle detailliert anschauen", so Rizzoli, von einer ungehinderten Ausbreitung, die nicht mehr nachvollzogen werden könne, könne nicht die Rede sein.

Virologin: "Tirol einen Monat lang isolieren"

Die Virologin Dorothee von Laer fordert eine Isolation von Tirol, das sich zu einem Hotspot der südafrikanischen Virus-Variante entwickelt hat.

Skipisten bleiben offen

Zur Frage, ob nun endlich die Skipisten geschlossen würden, sagt Rizzoli: "Es liegen uns keine Informationen vor, dass es im Bereich der Skipisten zu Infektionen gekommen ist."

Quelle: Redaktion / hos