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Kickl: Kein Streit, FPÖ ist "sehr stabil"

22. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat am Montag im ORF-Sommergespräch beteuert, dass es keinen Streit innerhalb der FPÖ gibt.

"Die Partei ist sehr stabil. Ich weiß, dass sich manche etwas anderes wünschen." Er habe als "verantwortlicher Chef" Konsequenzen in der Causa Hans-Jörg Jenewein gezogen. Zu Details müsse man diesen befragen.

Der ehemalige Nationalratsabgeordnete und spätere Klubmitarbeiter Jenewein, der auch als Vertrauter Kickls gilt, soll eine Anzeige gegen die Wiener FPÖ verfasst haben. In dieser geht es laut Berichten um mutmaßlichen Fördermissbrauch. Kickl hat Mutmaßungen, er habe von der Anzeige gewusst, stets zurückgewiesen. Jenewein ist inzwischen aus der Partei ausgetreten.

Mehr - also etwa wer die Anzeige tatsächlich eingebracht habe - werde man erfahren, wenn Jenewein wieder vernehmungsfähig ist, mutmaßte der FP-Obmann. Jenewein soll, nachdem er auch vom Parlamentsklub suspendiert worden war, vor kurzem einen Suizidversuch unternommen haben.

Verantwortungsvoller Chef

Ein verantwortungsvoller Chef müsse in so einem Fall dienstrechtliche Konsequenzen ziehen, betonte Kickl: "Das habe ich getan." Er bzw. die Wiener Landesgruppe hätten Jenewein wohl auch aus der Partei ausgeschlossen, wenn er nicht freiwillig gegangen wäre, zeigte sich Kickl überzeugt. Die Vorwürfe selbst, die auf einem Handy Jeneweins gefunden wurden, sind laut Kickl nicht neu. Nach Angaben von Anwälten ist hier keine Ermittlungstätigkeit zu erwarten.

Der FPÖ-Chef verwies auch darauf, dass er kürzlich vom Präsidium einstimmig als Obmann-Kandidat für den kommenden Parteitag unterstützt worden sei. Und da die Amtszeit des Parteichefs drei Jahre betrage, gehe er auch davon aus, dass er auch Spitzenkandidat für die nächste Nationalratswahl werde, sagte Kickl.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam