APA - Austria Presse Agentur

Ihm fehlt "jedes Wort": Doskozil will Rendi-Aussagen nicht kommentieren

17. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Pamela Rendi-Wagner richtete Burgenlands Landeshauptmann (beide SPÖ) aus, dass er im Fall einer Anklage zurücktreten solle. Doskozil wollte darauf nicht reagieren. Ihm fehle "jedes Wort".

Der burgenländische Landeshauptmann und SPÖ-Landesparteichef Hans Peter Doskozil will die Aussagen von Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner, die ihm bei einer Anklage einen Rücktritt nahe gelegt hat, nicht weiter kommentieren. Es sei zu der Thematik bereits alles gesagt, und um der Partei nicht zu schaden, meinte Doskozil am Rande einer Pressekonferenz am Montag, ihm fehle "jedes Wort".

Falschaussagen-Ermittlung in Causa Commerzialbank

Gegen Doskozil wird wegen angeblicher Falschaussage im Commerzialbank-Untersuchungsausschuss von der WKStA ermittelt. Rendi-Wagner sagte in einem "Kurier"-Interview, eine Anklage sei eine "rote Linie" - und "diese rote Linie sehe ich unabhängig von Partei oder Amt. Das würde natürlich auch für mich selbst gelten".

Darauf angesprochen, verwies Doskozil am Montag zunächst darauf, dass ihm kürzlich ausgerichtet worden sei, er gefährde mit den Öffnungsschritten im Land die Gesundheit der Burgenländer. "Dass jetzt auf diese Art und Weise das Thema Rücktritt thematisiert wird, muss ich ganz ehrlich sagen, um auch der Partei nicht zu schaden, fehlt mir eigentlich in Bezug auf die Person der Bundesparteivorsitzenden jedes Wort und ich werde diesbezüglich auch nichts sagen."

Was die Ermittlungen gegen ihn betreffen, zeigte sich der Landeshauptmann "guten Mutes". Es gehe dabei nicht um eine inhaltliche Frage, sondern darum, "wer hat den grünen Knopf gedrückt" am Telefon. Zu der Thematik sei alles gesagt, die Sache liege bei der Staatsanwaltschaft.

Quelle: Agenturen