APA - Austria Presse Agentur

Hacker wirft Bund vor, Impf-Streit zwischen Bundesländern anzuzetteln

04. März 2021 · Lesedauer 2 min

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) wirft dem Bund vor, die Bundesländer beim Impfen in einen künstlichen Wettbewerb zueinander zu setzen. Das würde man sich aber nicht gefallen lassen.

Liefermengen ändern sich von "Tag zu Tag", manchmal von "Woche zu Woche", beschrieb der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker im "Ö1 Morgenjournal" das größte Problem bei der Corona-Impfung in Wien. "Das macht die Planung nicht leicht". Man müsse nicht nur Leute die geimpft werden einladen, man müsse auch die zweite Impfdosis schon antizipieren. Jeder Impfstoff müsse in einem anderen Rhythmus verabreicht werden. 

"Mit großen Mengen an Impfstoff rechnen wir nicht vor April." Im März rechne er mit 50.000 Impfdosen, das sei doppelt so viel wie noch im Monat davor. Für April seien 100.000 Impfdosen in der Woche angekündigt. 

Streit zwischen Bundesländern: "Darauf lassen wir uns nicht ein"

Für Hacker sei logisch, dass alle Bundesländer die Organisation ein wenig anders aufziehen würden. Große Impfstraßen wie in Wien seien in der Steiermark nicht möglich. "Wir sind nicht in einem Wettbewerb", stellte Hacker klar. Er habe kein Verständnis dafür, dass man künstlich versuche, die Bundesländer in einen Wettbewerb zu setzen. Der Bund habe versucht alles zentral zu organisieren, nachdem ein Angebot der Gesundheitskasse, die Impf-Organisation zu übernehmen, abgelehnt wurde. "Das hat nicht funktioniert", dann hätten die Länder übernommen. Jetzt versuche man, einen Streit zwischen den Bundesländern zu entfachen. Die Landesgesundheitsräte lassen sich auf diesen Streit nicht ein. 

Schon am Mittwoch wehrte sich Hacker gegen Vorwürfe von Bundeskanzler Kurz, die Länder seien zu langsam beim Impfen. Der Kanzler tue so, als wären die Länder "zu blöd zu impfen", kam die scharfe Replik

Quelle: Redaktion / lam