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Grünen-Sozialsprecher Koza: Waren mit der machtbewussten und konservativen ÖVP überfordert

31. Juli 2020 · Lesedauer 1 min

In einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" plaudert Markus Koza, Sozialsprecher der Grünen, aus dem Nähkästchen.

Es sind ungewohnt kritische Worte, die Markus Koza, Sozialsprecher der Grünen, gegenüber der Tiroler Tageszeitung findet. Besonders bei sozialen Fragen würde es "große ideologische und inhaltliche Unterschiede geben" und diese "Bruchlinien" würden "regelmäßig zutage" treten, erklärt er.

Koalition

Ein vorzeitiges Ende der Koalition kann er nicht ausschließen. "Es wird auch daran liegen, wie die gewaltigen Krisenkosten bewältigt werden. Sozial gerecht muss das sein." Beim Arbeitslosengeld wäre den Grünen eine "regelmäßige Erhöhung" lieber gewesen, allerdings seien die 450 Euro "die erste Erhöhung seit Jahrzehnten". Dennoch soll im Herbst versucht werden, "eine weitere Erhöhung auszuverhandeln".

Überfordert

"Als Partei, die nicht einmal im Parlament war und erstmals in die Regierung gekommen ist, waren wir mit der sehr machtbewussten und konservativen ÖVP anfangs überfordert, mit Abwehrkämpfen beschäftigt", sagt er bezüglich den Vorwürfen der "Vertürkisierung" der Grünen. Es sei "verständlich, dass manche Wähler verunsichert und enttäuscht sind", so Koza und spricht von einem "permanenten Spannungsfeld" zwischen den Positionen der Grünen und er ÖVP.

Quelle: Redaktion / moe