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Großbritannien erwägt Social-Media-Verbot für Minderjährige

Heute, 06:19 · Lesedauer 1 min

Großbritannien erwägt zum besseren Schutz von Kindern im Internet ein Verbot sozialer Medien für Minderjährige. Die Regierung in London prüfe eine Reihe von Maßnahmen, darunter ein Verbot nach australischem Vorbild sowie strengere Vorgaben für die Nutzung von Mobiltelefonen in Schulen, teilte sie am Montag mit. Die bestehenden Gesetze seien nie als Endpunkt gedacht gewesen, sagte Technologieministerin Liz Kendall. "Deshalb bin ich bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen."

Die Regierung will nun Minister nach Australien entsenden, um von deren Vorgehen zu lernen. Das Land hatte im vergangenen Monat als erstes Land soziale Medien für Kinder unter 16 Jahren verboten.

Die britische Regierung reagiert damit wie andere Länder auf die Sorgen über die Auswirkungen von Bildschirmzeit und sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern. Erst in der vergangenen Woche hatte Dänemark ein Verbot für Kinder unter 15 Jahren angekündigt. Auf europäischer Ebene hatte die EU-Kommission kürzlich eine Prüfung angekündigt, ob Plattformen wie YouTube und Snapchat die Vorgaben des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) zum Jugendschutz erfüllen.

Zusammenfassung
  • Großbritannien erwägt ein Verbot sozialer Medien für Minderjährige und prüft strengere Regeln für Handynutzung an Schulen.
  • Australien hat als erstes Land soziale Medien für Kinder unter 16 Jahren verboten, Dänemark plant ein Verbot für unter 15-Jährige.
  • Die britische Regierung reagiert damit auf internationale Sorgen um die Auswirkungen von Bildschirmzeit und sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern.