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Gratis-Tests: Viele offene Fragen, widersprüchliche Infos von Ministern

14. März 2022 · Lesedauer 2 min

Zweieinhalb Wochen vor dem Ende der kostenlosen Corona-Tests heißt es vonseiten der Stadt Wien, dass es bisher von Bund noch keinerlei Gespräche oder schriftliche Infos über eine Fortführung der Screening-Programme gegeben hätte.

Die Zeit für eine Entscheidung über die künftige Corona-Test-Strategie drängt. Sollte es keine Verständigung bis Monatsende geben, werden auch die Screening-Programme ihr Ende finden. Somit wären die Gratistests Geschichte. 

Wien: Bisher keine Gespräche 

Wie der  Pressesprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker, Mario Dujaković, PULS 24 auf Nachfrage bestäitigte, gäbe es bisher von Seiten des Bundes keinerlei Gespräche oder Papiere dazu, wie es nun weitergehen soll. 

Die Reaktionen auf das nahende Ende der gratis COVID-Tests vonseiten der Bundesregierung waren am Wochenende sehr unterschiedlich. Während sich der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) zwar für eine Reduktion der Gratistests ausspracht, diese allerdings weiterhin für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich lassen möchte, meinte Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP), dass man  die kostenlosen Tests nur noch für vulnerable Gruppen und den Pflegebereich beibehalten sollte. 

Schulen, Pflegeheime, Spitäler, Quarantäne: Viele offene Fragen

Es stellt sich außerdem die Fragen, ob das Screening in den Schulen weiter geht, ob man Besuche in Pflegeheimen oder Spitälern ohne Test tätigen kann und ob die derzeitigen Quarantäne-Regeln überhaupt aufrecht zu erhalten wären. Oberösterreichs Landeshauptmann Stelzer (ÖVP) dachte am Montag laut erstmals über eine Abschaffung der Quarantäne nach. 

Havel sieht "Totalversagen der Politik" bei Gratis-Tests

Michael Havel, Geschäftsführer des Lifebrain-Labors, spricht bei PULS 24 Reporter Christoph Isaac Krammer über das nahende Ende der Gratistests.

Neue Bedingungen für Quarantäne 

Bisher geht diese zehn Tage und man kann sich nach fünf Tagen freitesten, so der CT-Wert über 30 ist und man somit nicht mehr als infektiös gilt. Wenn allerdings nicht mehr getestet wird, werden wohl auch deutlich weniger Leute wissen, dass sie überhaupt Corona haben, was eine weitere Beschleunigung der Durchseuchung zur Folgen haben dürfte. Immerhin waren in Wien zuletzt zum Zeitpunkt der Testung rund zwei Drittel der positiven Fälle asymptomatisch. Hier war aus der Regierung mehrfach von einer Anpassung der Quarantäne-Regeln bei Änderung der Teststrategie die Rede. Eine konkrete Lösung wurde bisher aber nicht angeboten.

Jan ForoboskoQuelle: Agenturen / Redaktion / foj