APA/GEORG HOCHMUTH

Blümel schmeißt hin und wird Berater

21. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach nur wenigen Monaten beendet der frühere Finanzminister und ÖVP-Wien-Chef Gernot Blümel seine Funktion als Chief Executive Officer des Hedgefonds Superfund.

Begonnen hatte er den Job erst heuer im März, mit Jahresende ist es "auf eigenen Wunsch" schon wieder vorbei. Der Aufsichtsrat der Superfund Holding hat den Vertrag einvernehmlich gelöst. Ab Jänner 2023 sei Blümel aber als Berater für die Fintec-Unternehmensgruppe tätig, teilte Superfund Asset Management mit.

Bleibt als Berater "an Bord"

"In seiner künftigen Funktion wird Gernot Blümel zwischen den Unternehmensstandorten in Wien, Tokio, Hongkong, New York, Vaduz und Zürich pendeln", hatte es im Jänner 2022 in einer Superfund-Aussendung geheißen. "Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern und Kunden rund um den Globus für die gute Zusammenarbeit und vor allem bei Superfund-Gründer Christian Baha für sein Vertrauen in mich", wurde Blümel in der Superfund-Mitteilung am Mittwochnachmittag zitiert.

Für Unternehmensgründer Christian Baha bleibe Blümel ein wertvoller Partner, hieß es heute weiters: "Gernot Blümel hat mit großem Engagement neue Sichtweisen und Ideen in die Superfund-Gruppe gebracht. Ich bin froh, dass er als Berater an Bord bleibt (...)", so Baha.

Auch Köstinger bei Superfund

Superfund war 1995 gegründet worden und ist zu einer Fintec-Unternehmensgruppe angewachsen. Bei Blaha fand erst heuer im Herbst eine weitere frühere ÖVP-Ministerin einen Job. Ex-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger - sie galt wie Blümel als enge Vertraute von Altkanzler und Ex-ÖVP-Chef Sebastian Kurz - trat erst am 1. September den Job als CEO bei Mountain-View Data an. Das ist ein FinTech-Unternehmen mit Sitz in ihrer Heimat in Kärnten und gehört ebenfalls Superfund-Gründer Baha.

Quelle: Agenturen / pea