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G20 orten systemische Schwächen globaler Gesundheitssysteme

20. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Die Coronavirus-Pandemie hat nach Auffassung der G-20-Staaten "systemische Schwächen" in den weltweiten Gesundheitssystemen offenbart. Die Pandemie habe zudem Schwachstellen in der Fähigkeit der Weltgemeinschaft gezeigt, die Bedrohung durch eine Pandemie zu verhindern, erklärten die Gesundheitsminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Montag in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Coronavirus-Pandemie hat nach Auffassung der G-20-Staaten "systemische Schwächen" in den weltweiten Gesundheitssystemen offenbart. Die Pandemie habe zudem Schwachstellen in der Fähigkeit der Weltgemeinschaft gezeigt, die Bedrohung durch eine Pandemie zu verhindern, erklärten die Gesundheitsminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Montag in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Minister hatten am Sonntag in einer Videokonferenz unter Leitung Saudi-Arabiens, das derzeit den G-20-Vorsitz innehat, über die Lage beraten. Wie sie am Montag mitteilten, betonten die Minister in ihren Gesprächen auch die Notwendigkeit einer verbesserten Effektivität der weltweiten Gesundheitssysteme. Dies beinhalte etwa den Austausch von Wissen. Zudem müssten die Lücken bei der Reaktionsfähigkeit sowie der Vorbereitung geschlossen werden.

Die umstrittene Entscheidung der USA, die Beiträge an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auszusetzen, wurde in der Erklärung nicht erwähnt. US-Präsident Donald Trump hatte der WHO vorgeworfen, zu zögerlich auf die Pandemie reagiert zu haben. Im vergangenen Jahr hatten die USA 400 Millionen Dollar an die WHO gezahlt.

Weltweit starben nach einer AFP-Zählung vom Sonntag auf Basis offizieller Zahlen mehr als 164.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. In 193 Ländern und Gebieten wurden knapp 2,4 Millionen Infektionsfälle registriert. Das Virus war im Dezember erstmals in China aufgetreten.

Quelle: Agenturen