APA - Austria Presse Agentur

Wiener Vizebürgermeister findet Lobautunnel "nicht sinnvoll"

21. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Während Wiens Bürgermeister Michael Ludwig die Wien-Umfahrung und den Lobautunnel befürwortet, spricht sich Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr dagegen aus.

NEOS-Chef Christoph Wiederkehr möchte rasch Rechtssicherheit, wenn es um das Straßenbauprojekt Lobautunnel geht, wie er im APA-Interview betonte.

Er habe mit dem Bürgermeister eine gute Gesprächsbasis, es gebe einen "konstruktiven Austausch auf Augenhöhe". Man sei daran interessiert, Probleme zu lösen und keinen Streit zu inszenieren. "Wenn ich auf Bundesebene schaue, frage ich mich oft, woher nehmen die die Zeit für so viel koalitionsinternen Streit."

Einhelliger Meinung ist man jedoch nicht immer. Bei der Nordostumfahrung scheiden sich die Geister. Dass diese vom Bund evaluiert wird, stößt der SPÖ sauer auf, Bürgermeister Ludwig sieht eine "Klagsflut" auf Ministerin Gewessler beziehungsweise ihre Pläne zurollen.

Weder für Wirtschaft noch für Umwelt 

Wiederkehr hingegen würde ein Aus des Umfahrungsringes in dieser Form begrüßen. "Wir haben als NEOS immer eine klare Position vertreten, nämlich dass wir vor allem den Tunnel ökonomisch und ökologisch nicht für die sinnvollste Variante halten." Es sei allerdings keine Wiener Entscheidung mehr, ob das Projekt realisiert werde. "Darum haben wir es auch aus den Koalitionsverhandlungen draußen gelassen."

Es sei das Recht von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) das Projekt zu evaluieren. "Ich halte es nur für dringend erforderlich, hier Rechtssicherheit zu schaffen. Es darf nicht zu einer Verzögerungstaktik der Ministerin werden, das Projekt ewig offen zu halten", plädierte er für eine rasche Entscheidung.   

Quelle: Agenturen / lam