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Friedensverhandlungen: Fortsetzung in Aussicht

03. März 2022 · Lesedauer 2 min

Die neue Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland soll am Donnerstag nach ukrainischen Angaben um 15.00 Uhr (MEZ) in Belarus beginnen.

Die ukrainische Delegation teilte am frühen Nachmittag mit, sie wolle dabei über die Einrichtung eines Korridors für humanitäre Hilfe sprechen, bevor man zu anderen Themen übergehe. Dem ukrainischen Präsidentenberater Mychailo Podoljak ist die Delegation per Hubschrauber auf dem Weg zu den Gesprächen.

Russland bestätigt Gespräche

Zuvor hatte die staatliche belarussische Nachrichtenagentur Belta den russischen Chefunterhändler Wladimir Medinski mit der Aussage zitiert, die zweite Gesprächsrunde werde um 13.00 Uhr in Belarus beginnen. "Die Verhandlungen werden stattfinden, wir sind in Kontakt mit der ukrainischen Seite", sagte Medinski. Beide Seiten wollen sich demnach im Westen von Belarus treffen. Auch der Kreml in Moskau bestätigte die Verhandlungsbereitschaft Russlands.

Ursprünglich war mit der zweiten Runde der Gespräche zwischen beiden Seiten bereits am Mittwochabend gerechnet worden. Das erste Treffen am Montag war zunächst ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

Friedensverhandlungen ohne Ergebnis

Die ersten Verhandlungen endeten ergebnislos.

Lawrow: "Werden Operation fortsetzen"

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte vor den Verhandlungen am Donnerstag: "Wir sind gesprächsbereit, aber wir werden unsere Operation fortsetzen." Die Sicherheit Russlands sei bedroht. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor einer Woche den Angriff auf die Ukraine angeordnet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich am Donnerstag auch mit einer Forderung nach Schadenersatzforderungen für die Kriegsschäden durch Russland zu Wort. "Ihr werdet uns alles ersetzen, was Ihr der Ukraine angetan habt. In vollem Umfang", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. An Russland gerichtet, betonte er: "Lernt die Wörter Reparationen und Kontributionen." Kiew plane, jedes Haus, jede Straße, jede Stadt wieder aufzubauen. Kein Toter werde vergessen.

Quelle: Agenturen