APA - Austria Presse Agentur

Fahrlässiger FPÖ-Aufruf: Massentest-Verweigerung soll Weihnachten retten

25. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Die FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch rät Menschen ab, an den Corona-Massentests teilzunehmen. Denn bei einem positiven Test müsste man über die Weihnachtsfeiertage in Isolation. Eine grob fahrlässige Aussage.

Die Gesundheitssprecherin der FPÖ, Dagmar Belakowitsch, hat am Mittwochvormittag (vermeintlich) gesunden Menschen dazu abgeraten, an den Corona-Massentests im Dezember teilzunehmen. "Bitte lassen sie sich nicht testen, wenn sie Weihnachten ungestört verbringen wollen", sagte Belakowitsch. 

Sie argumentierte, dass positiv Getestete dann das Weihnachtsfest in Quarantäne verbringen müssten. Menschen mit Krankheitssymptomen würden ohnehin getestet werden, sagte sie.

PULS 24 rät Ihnen dazu ab, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Dies wäre "grob fahrlässig", wie PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros in einer ersten Reaktion auf Belakowitsch Aussagen sagt. Je mehr Menschen sich testen lassen, desto besser funktioniert das Contact-Tracing und Corona-Infektionsherde können besser rückverfolgt werden.

Boykott-Aufruf für Kurz unverantwortlich

Bundeskanzler Sebastian Kurz bezeichnete den Boykott-Aufruf der FPÖ als "höchst unverantwortlich". Bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Ministerrat am Mittwoch sagte Kurz: "Höhere infektionszahlen sind nicht nur Statistiken, sondern bedeuten (...), dass Menschen ihr Leben verlieren."

Personen denen dieses Argument nicht ausreiche, sollten in sich selbst hineinhören, wie "schmerzhaft ein Lockdown" sei, sagte der Bundeskanzler.

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Ab Anfang Jänner will die Bundesregierung erste Bevölkerungsteile gegen das Coronavirus impfen. Ein erster Zeitplan dafür steht schon.

Der Artikel wurde am 25.11.2020 um 13:12 Uhr um die Aussagen von Bundeskanzler Kurz ergänzt.

Quelle: Redaktion / apb