Klenk: Nowak und Schrom müssen ihre "Positionen verlieren"

07. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

"Falter"-Chefredakteur Florian Klenk sagt im "Pro und Contra Spezial", dass die Absprachen zwischen Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid und "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak "Medienkorruption" seien. Ihm zufolge müssen alle Beteiligten der Chat-Affären ihre "Positionen verlieren", statt sie nur ruhend zu legen.

Laut dem langjährigen Journalisten handle es sich nicht um eine "falsche Tonalität", so wie es "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak bei seiner Entschuldigung beschreibt. Nowak habe seine Position als Chefredakteur ausgenutzt, um über Schmid eine bessere Position zu erhalten. Klenk meint, es sei "wuascht", dass Schmids Kritik es nie in das Blatt gefunden habe. Nowak habe Schmid signalisiert "ich tu' was für dich und du gibst mir dafür ein öffentliches Amt".

"Ordentliche Überprüfung"

Der "Falter"-Chefredakteur sagt, die Konsequenz aus der Chat-Affäre sei, dass Nowak sein Amt nicht mehr ausüben könne. Er fügt hinzu, dass es ihm "persönlich weh tue", da er Rainer Nowak als Kollege schon viele Jahre kenne. Er ist der Ansicht, dass die richtige Reaktion wäre, dass alle Beteiligten der Chat-Skandale ihre "Position verlieren". Damit meint er auch ORF2-Chefredakteur Matthias Schrom, der durch Chats mit Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Bedrängnis geraten ist.

Sowohl der "ORF" als auch die "Styria" müssen Klenk zufolge jetzt ein externes Unternehmen beauftragen, damit diese eine "ordentliche Überprüfung" machen. Die Verantwortlichen sollen außerdem ihre "Handys hergeben, auf Transparenz setzen", um einen "öffentlichen Bericht" zu machen.

Ainedter: Problem "unlösbar"

Anwalt Manfred Ainedter ist gegen eine Veröffentlichung solcher Chat-Verläufe, ihm zufolge müsse hier das Gesetz geändert werden. Ainedter glaubt, dass solche eine Einflussnahme zwischen Medien und Politik "immer bestehen" werde. Er glaubt allerdings, dass die Leute fortan vorsichtiger vorgehen werden, indem sie sich mehr "treffen als herumchatten". Für ihn sei das Problem "unlösbar".

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz