Festgenommene BVT-Beamte sind für Freiheitliche ÖVP-Problem

25. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Die FPÖ sieht in der Festnahme von ehemaligen Verfassungsschutz-Beamten in der Causa Wirecard weniger ihr Problem als jenes der ÖVP.

Die beiden Männer seien keinen einzigen Tag im BVT beschäftigt gewesen, während Herbert Kickl Innenminister war, betonte der Abgeordnete Christian Hafenecker am Montag in einer Pressekonferenz. "Die Karrieren sind unter tiefschwarzer Führung entstanden", verwies er auf die Amtszeit von Wolfgang Sobotka und Johanna Mikl-Leitner.

Abermals stellte Hafenecker öffentlich die Frage, wie gut Sobotka - nunmehr Nationalratspräsident und Vorsitzender des Ibiza-Untersuchungsausschusses - den gesuchten Wirecard-Manager Jan Marsalek wirklich kennt. Er verwies auf ein Foto, das die beiden nebeneinander sitzend bei einem Empfang in Russland zeigt. "Fakt" ist für den Freiheitlichen jedenfalls: "Dort, wo es immer ein bisschen übler riecht, ist jemand von der ÖVP nicht weit weg."

FPÖ will Schelling im Ibiza- U-Ausschuss vorladen

Zugleich kündigte Hafenecker bei der Pressekonferenz auch an, Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling im Ibiza-U-Ausschuss befragen zu wollen.  Hafenecker sieht den einstigen ÖVP-Finanzminister ins Engagement der tschechischen Sazka-Gruppe verstrickt, Mehrheiten in den Gremien der Casinos Austria zu erlangen.

"Egal, welches Spiel Sie spielen, die Kugel rollt immer auf Schwarz", ordnete Hafenecker am Montag in einer Pressekonferenz die Causa weniger seiner Partei als der ÖVP zu. Sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand habe die Sazka-Gruppe versucht, den Einfluss über die Mehrheit zu erlangen, erläuterte Hafenecker.

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Quelle: Agenturen