Faßmann zu Testungen: "Wer hinschaut, entdeckt natürlich auch viel mehr"

23. März 2021 · Lesedauer 2 min

Im PULS 24 Bürgerforum stellten sich Bildungsminister Heinz Faßmann und Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) den Fragen der Zuseherinnen und Zuseher.

Besonders die Schulen bzw. Bildungseinrichtungen und die Situation in den Familien waren am Montag Thema im PULS 24 Bürgerforum. Den Fragen der Zuseherinnen und Zusehern stellten sich Bildungsminister Heinz Faßmann, Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) und Psychologin Brigitte Lueger-Schuster.

Gleich zu Beginn bekam Bildungsminister Faßmann die Frage gestellt, ob die Schutzmaßnahmen an den Schulen nicht viel zu wenig ausreichend seien. Faßmann betonte, die Senkung der Infektionsraten bzw. Inzidenzen sei eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" und könne nicht von den Bildungseinrichtungen allein bewerktstelligt werden.

"Wer hinschaut, entdeckt natürlich auch viel mehr"

Zu den hohen Inzidenzen an Schulen bemühte Faßmann eine etwas strapazierte Behauptung und meinte, diese würden auch damit zusammenhängen, dass so viel getestet werde. "Wer hinschaut, entdeckt natürlich auch viel mehr", meinte der Bildungsminister. Bei den Kindergärten, die Zuständigkeit der Länder sind, gebe es das Angebot des Ministeriums, mehr Test zur Verfügung zu stellen.

Psychologin Brigitte Lueger-Schuster stellte zu den Schutzmaßnahmen an Schulen klar, dass die Schutzmasken nicht traumatisierend seien, wie von manchen Eltern behauptet, sondern im Gegenteil ein wirksamer Schutz vor einer traumatisierenden Erkrankung.

Landjugend, Sportverein und Blasmusikkapelle

In der Frage der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sieht Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) vor allem die außerschulische Jugendbetreuung in Vereinen am Zug. In Sportvereinen, Landjugend, Jungschar oder Blasmusikkapelle könnten sich Jugendliche endlich auch wieder mit Gleichaltrigen treffen und gemeinsam Zeit verbringen - unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen und in Gruppengrößen von maximal zahn Personen.

Was die gesteigene Beziehungsgewalt durch die Lockdowns betrifft, setzt die Ministerin vor allem auf mehr Beratungsangebote und Ausbau der Anlaufstellen. Außerdem will Raab die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen fördern. Da Männer aktuell nach wie vor 42 Prozent mehr Pension bekommen als Frauen, wird deshalb ein gesetzlich festgelegtes automatisches Pensionssplitting kommen. So sollen Frauen unabhängiger werden und sich im Notfall leichter von diesem lösen können.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos