Faßmann kontert Mückstein: 3-G an Schulen "längst gelebte Praxis"

07. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Auf die Ankündigung von Gesundheitsminister Mückstein, dass er die 3-G-Regeln für Schulen überlege, reagierte Bildungsminister Faßmann am Montag im PULS 24 Interview wenig begeistert.

Die 3-G-Regel - also Zugang nur mit Nachweis, ob man geimpft, genesen oder getestet ist - gilt bisher für die Gastronomie. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kündigte am Montag an, dass diese Regelung nun auch auf Schulen ausgeweitet werden könnte. Das sorgte bei Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag für Befremdung.

Im Interview mit Anchorwoman Sabine Loho im Newsroom LIVE meinte Faßmann: "Manchmal, merkt man, ist der Informationsstand zwischen den einzelnen Ministerien nicht immer ausgeglichen." Die 3-G-Regel sei an den Schulen bereits "gelebte Praxis", stellte er mit Hinweis auf Schüler-Tests klar.

Zur Impfbereitschaft bei Schulkindern bzw. deren Eltern in Österreich gebe es aktuell noch keine genauen Zahlen, man könne aber allgemein feststellen, dass die Impfbereitschaft höher ist, wenn es um Schulkinder ab 15 Jahren geht. Auch die Impfbereitschaft beim Lehrpersonal bzw. die Zahl der bereits Geimpften sei sehr groß, sagt Faßmann, und zwar "deutlich mehr als das in den Medien oftmals kolportiert wurde".

Auf konkrete Maßnahmen im Herbst wollte sich der Bildungsminister im Interview nicht festnageln lassen. Man würde laufend auswerten, wie die Lage sich entwickle - etwa auch was Durchimpfungsrate angeht - und dann entsprechend reagieren.

Quelle: Redaktion / hos