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Explosionen erschüttern Charkiw und Saporischschja

21. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Eine Reihe von Explosionen hat Freitag früh die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine erschüttert. Das teilen der Gouverneur der gleichnamigen Region, Oleh Sinegubow, und Bürgermeister Ihor Terejkow, mit.

Fünf Menschen seien nach Angaben Sinegubows verletzt worden. Berichte gab es zudem auch über Explosionen in Saporischschja. In der Stadt Cherson kamen russischen Angaben zufolge vier Menschen bei ukrainischem Beschuss ums Leben.

Ukrainische Raketenartillerie habe am Donnerstagabend eine Fährüberfahrt getroffen, sagt der von Russland eingesetzte Vize-Gouverneur der Region Cherson, Kirill Stremousow. Details zu den Explosionen in Saporischschja lagen unterdessen noch nicht vor. Gouverneur Olexander Staruch meldete bisher nur die Detonationen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform wurden Wohnhäuser und zivile Infrastruktur bei dem russischen Beschuss beschädigt.

Russische Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Raketenangriffe auf die Elektrizitätswerke in der Ukraine verstärkt. Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängte am Donnerstag erstmals seit dem russischen Einmarsch Ende Februar landesweite Beschränkungen für die Stromnutzung.

Selensky warnt vor Angriff auf Staudamm

In seiner abendlichen Ansprache beschuldigte Selenskyj Russland einen Angriff auf das Wasserkraftwerk Kachowska im Süden der Ukraine zu planen. "Wir haben Informationen, dass russische Terroristen den Damm und die Anlagen des Wasserkraftwerks Kachowska vermint haben", sagte Selenskyj. Sollte der Damm brechen, würden 80 Ortschaften - darunter die Stadt Cherson - überflutet werden.

Eigenen Angaben zufolge treiben die ukrainischen Streitkräfte ihre Offensive gegen russische Truppen in der südliche Region Cherson voran. Es habe heftige Kämpfe im Bezirk Beryslaw gegeben.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos