Vinzenz-Gruppe sieht Kahlschlag in Orthopädie abgewendet
In den von ihnen betriebenen Spitälern drohe eine Halbierung der Betten, rechnete die Gruppe damals vor. Betroffen gewesen wären die zwei Wiener orthopädischen Fachkliniken des Betreibers, nämlich das Orthopädische Spital in Speising und das Herz-Jesu-Krankenhaus. In den vergangenen Wochen habe man allerdings mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Wien - darunter Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) - Gespräche geführt, berichtete der Geschäftsführer der Vinzenz-Kliniken, David Pötz.
Dabei habe man auf die negativen Folgen einer solchen drastischen Kürzung für die Wiener Bevölkerung hingewiesen. Letztlich sei in der so genannten Zielsteuerungskommission der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 nun in einer abgeänderten Form beschlossen worden, teilte man heute mit. Darin seien zwar weiterhin Bettenkürzungen im Bereich der Orthopädie enthalten, jedoch nicht in jenem Ausmaß, wie im ursprünglich Entwurf vorgesehenen.
"Den neuen RSG betrachten wir als Auftrag der Stadt an uns, unsere Abläufe noch mehr in Richtung Ambulantisierung und Digitalisierung voranzutreiben", sagte Pötz. Zugleich werde man gemeinsam mit dem Wiener Gesundheitsverbund die Patientensteuerung weiterentwickeln.
Zusammenfassung
- Die Vinzenz-Gruppe konnte einen befürchteten Kahlschlag in der Orthopädie abwenden, nachdem der neue Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) zwar Bettenkürzungen vorsieht, diese aber nicht so drastisch ausfallen wie ursprünglich geplant.
- Im Herbst hatte die Gruppe noch vor einer möglichen Halbierung der Betten in ihren beiden Wiener orthopädischen Fachkliniken – dem Orthopädischen Spital Speising und dem Herz-Jesu-Krankenhaus – gewarnt.
- Nach Gesprächen mit der Stadt Wien wurde der RSG 2030 in einer abgeänderten Form beschlossen; die Vinzenz-Gruppe sieht darin einen Auftrag, Abläufe weiter in Richtung Ambulantisierung und Digitalisierung zu entwickeln.
