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EU-Außenbeauftragter will China als Vermittlerin in Ukraine

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat sich nachdrücklich für eine Vermittlung Chinas im Konflikt um die Ukraine ausgesprochen. "Es gibt keine Alternative. Wir (Europäer) können nicht die Vermittler sein, das ist klar (...) Und es können auch nicht die USA sein. Wer sonst? Es muss China sein, ich vertraue darauf", sagte Borrell zur spanischen Zeitung "El Mundo" (Samstag). Es gebe allerdings noch keine konkreten Gespräche über eine Vermittlung Pekings, räumte er ein.

"Wir haben nicht darum gebeten, und sie (die Chinesen) haben es auch nicht getan. Aber es muss eine Großmacht sein", betonte der Spanier. Borrell verteidigte die Lieferung europäischer Waffen ins Kriegsgebiet und die Verhängung von Sanktionen gegen Russland nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. Diese Maßnahmen seien ungeachtet der diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts zwingend nötig gewesen. Das ermögliche den Ukrainern, sich zu verteidigen, zu verhandeln und möglichst einen Waffenstillstand zu erreichen, betonte der frühere spanische Außenminister und Ex-Präsident des Europäischen Parlaments.

"Und anschließend muss die Diplomatie zum Zuge kommen", und hier müsse China "eine Rolle spielen", forderte er.

ribbon Zusammenfassung
  • Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat sich nachdrücklich für eine Vermittlung Chinas im Konflikt um die Ukraine ausgesprochen.
  • Borrell verteidigte die Lieferung europäischer Waffen ins Kriegsgebiet und die Verhängung von Sanktionen gegen Russland nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.
  • Diese Maßnahmen seien ungeachtet der diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts zwingend nötig gewesen.