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Musk soll mit Putin über Friedensplan telefoniert haben

11. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Elon Musk soll seinen "ultimativen Friedensplan" vorab mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem Telefonat besprochen haben. Musk bestreitet das Gespräch.

Elon Musk ist für vieles bekannt: als reichster Mann der Welt, SpaceX-Gründer und Tesla-Chef. In letzter Zeit fällt er jedoch nicht wegen seiner technischen Errungenschaften auf, sondern viel mehr für seine Twitter-Eskapaden. Während er mit der Kurznachrichtendienst in einem rechtlichen Clinch liegt, nutzt er die Plattform weiterhin, um seine (manchmal skurrilen) Ideen zu verbreiten. 

Zuletzt hatte er für Aufregung gesorgt, als er auf Twitter einen Friedensplan für die Ukraine gepostet hat. Diesen "ultimativen Friedensplan", wie Musk ihn nennt, soll er vorab sogar mit Putin bei einem Telefonat besprochen haben, schreibt der US-Politikwissenschaftler Ian Bremmer.

Seine Information soll er von Musk selbst erhalten haben. Von seinem Gespräch mit Musk berichtet Bremmer im Newsletter seiner Beraterfirma "Eurasia Group". Der Unternehmer habe dem Politikwissenschaftler erklärt, dass Putin "zu Verhandlungen bereit" sei.

Verhandlungen unter Bedingungen

Putin stelle jedoch Bedingungen: Die Halbinsel Krim würde zur Russland gehören, die Ukraine müsse sich zur dauerhaften Neutralität verpflichten und die Annexion der Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja müsse anerkannt werden.

Putin soll dem Tech-Milliardär gegenüber gesagt haben, dass er diese Ziele, koste es was es wolle, "auf jeden Fall" erreichen werde. Sollten ukrainische Streitkräfte in die Krim einmarschieren, würde der russische Machthaber auch nicht vor einem Nuklearschlag zurückschrecken. Der Tesla-Chef soll Bremmer gesagt haben, es müsse "alles getan werden, um dieses Ergebnis zu vermeiden".

Musk dementiert Telefonat

Musk streitet ab mit Putin telefoniert zu haben. Auf Anfrage des US-Journalisten Sven Henrich meint Musk, er habe mit Putin nur ein einziges Mal gesprochen und das vor 18 Monaten. Dabei soll es sich um das Thema Weltall gehandelt haben.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz