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Elf Tote bei Kämpfen in Somalia

12. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Bei Kämpfen zwischen der Terrormiliz Al-Shabaab und Dorfbewohnern in Somalia sind mindestens elf Menschen getötet worden. Darunter seien fünf Mitglieder von Al-Shabaab und sechs Zivilisten, sagte ein hochrangiges Mitglied des Militärs.

Bei Kämpfen zwischen der Terrormiliz Al-Shabaab und Dorfbewohnern in Somalia sind mindestens elf Menschen getötet worden. Darunter seien fünf Mitglieder von Al-Shabaab und sechs Zivilisten, sagte ein hochrangiges Mitglied des Militärs.

Bewaffnete Kämpfer der Terrorgruppe hätten am Mittwoch das Dorf Shabeelow in der Region Mudug im Zentrum des Landes betreten, die Bewohner terrorisiert und versucht, einige Menschen zu entführen, sagte Ahmed Dahir, ein Ältester in dem Ort. Die Dorfbewohner hätten daraufhin zu den Waffen gegriffen und die Extremisten schließlich verjagt. Soldaten seien in das Dorf geschickt worden, um die Bewohner zu unterstützen, sagte Militärsprecher Abdullahi.

Al-Shabaab teilte im Radiosender Al-Andalus mit, sie hätten nicht gegen Zivilisten sondern gegen eine Miliz gekämpft, die die Regierung unterstützt. Demnach wurden 13 Milizen-Mitglieder getötet.

Vor den Kämpfen hatten Dahir zufolge Mitglieder der Terrorgruppe, die eine nahe liegende Hafenstadt kontrollieren, versucht, Dorfbewohner zur Zahlung von Steuern zu zwingen. Al-Shabaab kämpft seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und kontrolliert weite Teile des Südens und Zentrums des Landes. Dabei belegt die Terrormiliz oft die Gebiete mit Steuern und erstellt Gerichte.

In einigen Gegenden wehren sich die Bewohner und bilden Milizen, um die Terrorgruppe zu bekämpfen. Das US-Militär und eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützen die Regierung Somalias im Kampf gegen Al-Shabaab.

Quelle: Agenturen