Rückblick
Ein Jahr im Amt: Die skurrilsten Trump-Momente
Genau ein Jahr ist es her, seit Donald Trump sein Amt als 47. US-amerikanischer Präsident übernommen hat. Seitdem gab es die ein oder andere Entscheidung Trumps, die für Stirnrunzeln gesorgt hat. Ein Rückblick auf ein paar ausgewählte Momente.
Trump und die sanktionierten Pinguine
Anfang April 2025 veröffentlichte Donald Trump eine Liste von Ländern, die mit Zöllen belegt werden sollten. Mit dabei: die Heard- und McDonald-Inseln im Indischen Ozean, auf denen ausschließlich Pinguine und Seehunde leben.
In sozialen Medien führte das zu zahlreichen Witzen und Memes über sanktionierte Pinguine.
- Mehr lesen: Trump-Zölle für Pinguine - Österreich ist schuld
Gaza - "Die Riviera des Nahen Ostens"
Für Fassungslosigkeit sorgte Trump im Februar 2025 mit einem Plan, den Gazastreifen unter US-Kontrolle zu bringen und als eine Art riesiges Küsten-Resort neu aufzubauen. Der US-Präsident postete ein KI-generiertes Video, das seine Pläne für Gaza zeigt: Zu sehen waren goldene Trump-Statuen und Hoteltürme.
Das Gebiet wolle er zur "Riviera des Nahen Ostens" machen, meinte Trump. "Das könnte so großartig sein."
Selenskyj-Eklat im Weißen Haus
Im Februar 2025 eskalierte ein Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus völlig. Dabei kam es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen Trump, Selenskyj und US-Vizepräsident J.D. Vance vor laufenden Kameras.
Trump und Vance unterbrachen Selenskyj immer wieder und warfen ihm "Undankbarkeit" und "mangelnden Respekt" vor. Trump forderte von Selenskyj außerdem "Kompromisse" ein.
Der ukrainische Präsident verließ das Weiße Haus daraufhin vorzeitig.
Golf von (Mexiko) Amerika
Aus dem Golf von Mexiko - der Name ist seit dem 16. Jahrhundert gängig - wurde der "Gulf of America". Trump ordnete im Jänner 2025 die Umbenennung per Dekret an.
Für den Sprachgebrauch in den USA ist eine Umbenennung ohne Zustimmung der Anrainerstaaten möglich. Allerdings müssen sich andere Staaten sowie die Vereinten Nationen und weitere internationale Organisationen nicht an Trumps Vorstoß halten.
Trump besteht auf Nobelpreis
Im Jänner 2026 behauptete der Präsident zum wiederholten Mal, er habe "acht Kriege beendet" und dafür den Nobelpreis "verdient". "Mir fällt niemand in der Geschichte ein, der den Nobelpreis mehr verdient hätte als ich", so Trump. Trotzdem ging der Preis 2025 an die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado.
Am 15. Jänner 2026 überreichte Machado Trump ihre eigene Medaille, was Trump eine "wunderbare Geste" nannte. Das Nobelkomitee stellte indes klar: Der Preis ist nicht übertragbar.
"Wir bekommen Grönland"
In den vergangenen Monaten hat Trump wiederholt mit der Übernahme der arktischen Insel Grönland durch die USA gedroht. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum Staatsgebiet des NATO-Mitglieds Dänemark.
Die europäischen NATO-Partner lehnen die Übernahme Grönlands durch die USA vehement ab. Trump meint jedoch: "Wir bekommen Grönland, auf die eine oder die andere Weise".
Der US-Präsident wirft Dänemark vor, nicht genug für die Sicherung der arktischen Insel zu tun und äußerte sich abschätzig über die Verteidigungsfähigkeit des autonomen dänischen Territoriums: "Sie wissen ja, woraus ihre Verteidigung besteht, zwei Hundeschlitten".
Video: Zollkrieg, Venezuela-Angriff, Grönland-Streit: Ein Jahr Trump
Zusammenfassung
- Vom Selenskyj-Eklat im Weißen Haus bis hin zu sanktionierten Pinguinen und dem "Gulf of America": Im ersten Amtsjahr von US-Präsident Donald Trump hat es an skurrilen Momenten nicht gemangelt.
- Ein Rückblick.
